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Corona-Krise VW-Chef Diess fordert Absatzhilfen

Stand: 27.04.2020 21:44 Uhr

Die Politik debattiert über Hilfen für die Autoindustrie. VW-Chef Diess regte im tagesthemen-Interview ein Konjunkturprogramm an. Das Auto sei in Deutschland die beste Möglichkeit, die Wirtschaft anzukurbeln.

"Wir brauchen dringend ein Konjunkturprogramm für die Autoindustrie", sagte VW-Chef Herbert Diess im Interview mit den tagesthemen. Deutschland sei ein Autoland und das Auto die "wahrscheinlich beste Möglichkeit, die Wirtschaft hierzulande anzukurbeln."

Der große Effekt liegt laut Diess vor allem daran, dass eine "Bestellkette losgeht, sobald der Kunde in den Handelsbetrieb kommt." Das sichere Arbeitsplätze beim Handel, beim Hersteller und beim Zulieferer. Andere Branchen wie die Gastronomie oder der Tourismus seien derzeit vielleicht stärker betroffen. "Das Auto hat aber einen größeren Effekt", so Diess.

"Mehrwertsteuersenkung teure Maßnahme"

Die Senkung der Mehrwertsteuer, um dem Konsum Impulse zu verleihen, sieht Diess indes kritisch: "Das ist eine relativ teure Maßnahme. Die Senkung der Mehrwertsteuer um ein Prozent kostet zehn oder elf Milliarden Euro."

Diess sagte, VW wolle die Krise ohne Staatshilfen überstehen. "Wir kommen zunächst ohne Staatshilfen aus." Es müsse in solch einer Krise aber erlaubt sein, Kurzarbeitergeld zu beanspruchen.

Die Produktion bei VW solle in den nächsten Wochen wieder hochgefahren werden, so Diess. Es gebe Zusagen auch aus Italien, dass selbst kritische Zulieferungen funktionieren werden.