Verschrottete Altautos liegen auf dem Sammelplatz in Schwerin  | Bildquelle: dpa

VW-Angebote für Diesel Prämien fürs Verschrotten

Stand: 18.10.2018 11:16 Uhr

Volkswagen will bundesweit alte Diesel-Pkw mit den Abgasnormen Euro 1 bis 4 gegen eine Prämie verschrotten - wenn die Halter einen Neu- oder Jahreswagen von VW kaufen. Ziel ist es, Fahrverbote zu verhindern.

Volkswagen hat neue Maßnahmen in Milliardenhöhe beschlossen, mit denen alte Diesel aus dem Verkehr gezogen werden sollen. Der Konzern will damit Fahrverbote für seine Kunden verhindern.

VW teilte mit, es biete deutschlandweit allen Kunden, die ein Euro-1- bis Euro-4-Dieselfahrzeug verschrotten und auf einen Volkswagen umsteigen, eine Prämie von bis zu 8000 Euro. Dies gelte sowohl für den Erwerb eines neuen VW-Modells als auch eines VW-Jahreswagens. Details sollen die Konzernmarken bekanntgeben, darunter VW, Audi und Skoda.

In den 14 Städten mit besonders belasteter Luft bietet VW Haltern eines beliebigen Euro-4- oder Euro-5-Dieselfahrzeugs beim Erwerb eines VW-Neuwagens eine Wechselprämie sowie eine Anrechnung des Restwerts des Altfahrzeugs. Die Wechselprämie beträgt hier bis zu 7000 Euro. Der Restwert soll gemäß der DAT- beziehungsweise Schwacke-Liste bestimmt werden.

VW spricht in seiner Mitteilung auch von einer günstigeren Finanzierung, ohne aber Details zu nennen. Dazu solle es individuelle Angebote bei allen teilnehmenden VW-Partnern geben.

Streit in der Koalition

Die Große Koalition streitet derzeit über mögliche Milliarden-Bußgelder für Autobauer. Hintergrund ist die Weigerung der Hersteller, bei möglichen technischen Nachrüstungen älterer Diesel-Autos die Kosten vollständig zu übernehmen.

Dies ist neben Kaufanreizen für sauberere Autos ein zentraler Punkt eines Maßnahmen-Pakets, auf das sich Union und SPD im Kampf gegen Fahrverbote geeinigt hatten.

VW-Neuwagen auf einem Parkplatz auf dem Flughafen Schönefeld bei Berlin | Bildquelle: dpa
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Werden die Kunden das Angebot von VW annehmen? Auf einem Teil des Flughafens Schönefeld hat das Unternehmen viele, noch nicht zugelassene Pkw geparkt.

Auch Opel unter Verdacht

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass mit Opel der nächste deutsche Autobauer im konkreten Verdacht steht, die Abgase von Dieselfahrzeugen mit umstrittenen Software-Funktionen manipuliert zu haben.

Das Bundesverkehrsministerium hatte einen amtlichen Rückruf für europaweit rund 100.000 Autos der Typen Insignia, Cascada und Zafira angekündigt.

Darüber hinaus brummte die Staatsanwaltschaft München der VW-Tochter Audi ein Bußgeld von 800 Millionen Euro auf. Grund seien "Abweichungen von den regulatorischen Vorgaben" bei bestimmten Dieselmotoren.

Thorsten Hapke, NDR, zur VW-Rückkaufprämie für alte Diesel
tagesschau24 12:00 Uhr, 18.10.2018

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Oktober 2018 um 04:58 Uhr.

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