Mast mit verschiedenen Antennen von Mobilfunkanbietern | Bildquelle: dpa

Vergabe der Mobilfunk-Frequenzen 5G-Versteigerung droht Verzögerung

Stand: 07.03.2019 15:33 Uhr

Der Mobilfunkstandard 5G ist für die Industrie von enormer Bedeutung. Doch noch streiten sich Juristen über die Vergaberegeln. Jetzt hat auch Vodafone einen Eilantrag gestellt - der Ausbau könnte sich lange verzögern.

Nach dem O2-Anbieter Telefónica will nun auch Vodafone die geplante Versteigerung von Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G stoppen. Vodafone hat einen Antrag auf Eilrechtsschutz beim Kölner Verwaltungsgericht eingereicht. Der dritte große Bewerber bei der Auktion, die Deutsche Telekom, prüft noch das weitere Vorgehen, wie ein Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte. 

Verzögerungen werden erwartet

Sollte das Gericht dem Antrag folgen, müsste die Bundesnetzagentur ihre für Ende März geplante Frequenzauktion für den ultraschnellen Übertragungsstandard 5G vorerst auf Eis legen. Dann drohen langwierige Verzögerungen für den 5G-Ausbau.

Ein Vodafone-Sprecher begründete die Klage damit, dass die Vergaberegeln nach deren Auffassung die nötige Klarheit vermissen ließen, "die Unternehmen brauchen, die jetzt Milliarden in 5G investieren wollen".

Zahlreiche Klagen

Für Privatkunden ist der ultraschnelle Übertragungsstandard vorerst weniger relevant. Doch für die Industrie spielt 5G eine zentrale Rolle zum Beispiel bei der Entwicklung miteinander kommunizierender Maschinen und für selbstfahrende Autos.

Die deutsche Telekommunikationsbranche klagt gegen das Regelwerk der Bundesnetzagentur aus teils unterschiedlichen Motiven. Schon Ende 2018 wurden insgesamt neun Klagen gegen die umstrittenen Vergaberegeln beim Kölner Gericht eingereicht, diese haben bisher aber keine aufschiebende Wirkung - deshalb wurden nun die Eilanträge eingereicht.

Erst nach Entscheidung über die Eilanträge wird sich das Gericht mit den Klagen beschäftigen - ob mit oder ohne aufschiebende Wirkung.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Februar 2019 um 17:20 Uhr. Am 15. Februar 2019 berichtete NDR Info im "Echo des Tages" ab 18:30 Uhr.

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