Die Lufthansa-Tochter Eurowings | Bildquelle: dpa

Tarifstreit bei Eurowings Kabinenpersonal zu Warnstreik aufgerufen

Stand: 20.11.2018 06:20 Uhr

Bei Eurowings könnte es heute zu Behinderungen im Flugverkehr kommen. Seit den frühen Morgenstunden hat ver.di hat das Kabinenpersonal am Flughafen Düsseldorf zum Streik aufgerufen.

Im Tarifstreit mit der Lufthansa-Tochter Eurowings hat die Gewerkschaft ver.di das Kabinenpersonal am Düsseldorfer Flughafen zum Warnstreik aufgerufen. Die Flugbegleiter der Airlines Eurowings und LGW legen seit 4.30 Uhr die Arbeit nieder. Der Ausstand soll bis 12.30 Uhr andauern.

Eine Eurowings-Sprecherin erklärte, 18 Flüge ihrer Gesellschaft würden durch den Streik ausfallen.

Eurowings A330 startet vom Flughafen Köln/Bonn. | Bildquelle: dpa
galerie

Ein Eurowings A330 während des Starts. Ver.di fordert verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten, aber auch einen schlagkräftigen Betriebsrat.

Eurowings verurteilt Vorgehen der Gewerkschaft

Ver.di reagiere mit dem Streik auf die Weigerungshaltung der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen, erklärte die Gewerkschaft. "Die Airline-Leitungen müssen endlich begreifen, dass auch das Kabinenpersonal Anerkennung und Respekt verdient hat", hieß es.

Eurowings verurteilte das Vorgehen der Gewerkschaft. Der Streikaufruf erfolge, obwohl Eurowings bereits die nächsten Gesprächstermine mit ver.di vereinbart hatte. "Dieses Verhalten ist für niemanden mehr nachvollziehbar", teilte das Unternehmen mit.

Ver.di fordert verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten, aber auch einen schlagkräftigen Betriebsrat. Eurowings lehne dies ab und ändere Arbeitszeiten ohne tarifliche Grundlage, klagt die Gewerkschaft. So gebe es bis zu 18 Stunden lange Dienste, was Tarifverträgen widerspreche.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. November 2018 um 19:15 Uhr.

Darstellung: