Whatsapp Datenschutzrichtlinien

Meta-Tochter WhatsApp präzisiert Datenschutzangaben

Stand: 22.11.2021 14:27 Uhr

WhatsApp ergänzt seine Nutzungsregeln um Informationen, wie Daten der Kunden verarbeitet werden. Damit reagiert die Meta-Tochter auf eine Strafzahlung der irischen Aufsichtsbehörde.

Alle Nutzer des Social-Media-Dienstes WhatsApp werden in den kommenden Tagen über die neuen Nutzungsregeln informiert. Das Tochterunternehmen von Meta (früher: Facebook) passt seine Datenschutzinformationen an.

Künftig sollen die Datenschutzinformationen transparenter und verständlicher sein - Nutzer sollen erfahren, welche Daten die App sammelt, wo sie gespeichert und wann sie gelöscht werden. An der Technik ändere sich aber nichts, betonte der Chatdienst. Man nehme lediglich die von den Datenschützern angeordneten Klarstellungen vor. Bestandteil ist auch, die rechtliche Basis der Datenverarbeitung deutlicher darzustellen.

Nutzer müssen nicht aktiv zustimmen

Neues akzeptieren oder andere Maßnahmen ergreifen müssten die Nutzer aber nicht. Die Nutzer werden lediglich über ein Banner über die Anpassung informiert, auf dem auch die neue Version der Datenschutzinformationen verlinkt ist. Die Fassung wird deutlich länger sein als die bisher gültige.

WhatsApp reagiert mit den neuen Informationen auf eine im September verhängte Strafzahlung der zuständigen irischen Aufsichtsbehörde Data Protection Commission (DPC). WhatsApp hat in Irland seinen europäischen Sitz, weshalb die DPC für die Überwachung der Einhaltung der europäischen Standards zuständig ist.

225 Millionen Euro Strafe

Die Behörde warf dem Chatdienst Verstöße gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung vor. In der Folge muss WhatsApp 225 Millionen Euro Strafe zahlen, weil Nutzer nur unzureichend über die Verwendung ihrer Daten informiert worden seien. Die Meta-Tochter wehrte sich gegen das Urteil; allerdings könnte sich der Rechtsstreit über Jahre hinziehen.

Es ist die bisher zweithöchste Datenschutz-Strafe nach den 746 Millionen Euro, die von den luxemburgischen Datenschützern gegen Amazon verhängt wurden. Der Online-Händler wehrt sich ebenfalls dagegen.