Hundewelpe | picture alliance / blickwinkel/H

Haustier-Boom Rekordeinnahmen aus der Hundesteuer

Stand: 14.09.2021 10:58 Uhr

Viele Menschen haben sich in der Pandemie einen Hund zugelegt. Der Trend füllt die Kassen von Städten und Gemeinden. Innerhalb eines Jahrzehnts sind die Ausgaben deutscher Haushalte für die Hundesteuer um fast die Hälfte gestiegen.

Der Trend zur Anschaffung eines Haustiers hat den öffentlichen Kassen im Corona-Jahr 2020 so viele Einnahmen aus der Hundesteuer gebracht wie noch nie. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts flossen dem Staat aus dieser Steuer rund 380 Millionen Euro zu. Das waren knapp drei Prozent mehr als im Jahr davor und ein Rekordwert.

Laut dem Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) sind im vergangenen Jahr rund 20 Prozent mehr Hunde gekauft worden als in den Jahren zuvor. Die Hundesteuer wird von Städten und Gemeinden erhoben. Zum Beginn dieses Jahres hat sich die Entwicklung weiter beschleunigt: Im ersten Quartal betrugen die Hundesteuereinnahmen rund 159 Millionen Euro. Damit lagen sie um mehr als acht Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals.

Längerfristiger Trend

Auch langfristig lassen sich die Haushalte in Deutschland ihre Liebe zu Hunden immer mehr kosten. Innerhalb von zehn Jahren erhöhten sich ihre Ausgaben für die Hundesteuer um fast die Hälfte.

Die genaue Höhe und die Ausgestaltung der Steuer ist vom jeweiligen Wohnsitz abhängig. "Vielerorts hängt der Betrag, den die Hundebesitzer entrichten müssen, auch von der Anzahl der Hunde im Haushalt oder von der Hunderasse ab", erläutert das Statistische Bundesamt.

Futterpreise steigen moderat

Die Preise für Hunde- und Katzenfutter sind laut Statistikamt zuletzt nur unterdurchschnittlich gestiegen. Im August mussten die Halter 2,2 Prozent mehr für die Nahrung ihrer Vierbeiner ausgeben. Das Plus lag damit deutlich unter der allgemeinen Preissteigerung von 3,9 Prozent, die im August damit auf den höchsten Stand seit fast 28 Jahren geklettert war.