FFP2-Schutzmasken | AFP

Corona-Pandemie 46 Masken pro Einwohner importiert

Stand: 08.03.2022 15:06 Uhr

2021 hat Deutschland 3,8 Milliarden FFP2-Masken und vergleichbare Schutzmasken im Ausland eingekauft. Der überwiegende Teil stammte aus China. 669 Millionen Masken aus deutscher Produktion wurden exportiert.

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie hat Deutschland trotz des Aufbaus eigener Produktionskapazitäten Milliarden Schutzmasken im Ausland eingekauft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden 2021 insgesamt 3,8 Milliarden filtrierende Halbmasken wie FFP2-Masken importiert. Das waren im Durchschnitt 46 Masken pro Einwohner.

Großteil der Masken stammt aus China

Der Gesamtwert der eingeführten Schutzmasken lag bei 841,3 Millionen Euro. Beim Import lag damit der Durchschnittspreis pro Stück bei 22 Cent. Wichtigstes Lieferland war China. Allein von dort kamen 3,2 Milliarden Masken mit einem Gesamtwert von 691 Millionen Euro nach Deutschland. Dahinter folgten Einfuhren aus Großbritannien (173 Millionen Masken im Wert von 56 Millionen Euro) sowie Importe aus der Türkei (159 Millionen Masken für 24 Millionen Euro).

Deutschland exportierte allerdings auch Schutzmasken: 669 Millionen Schutzmasken aus deutscher Produktion im Gesamtwert von 285 Millionen Euro wurden ins Ausland geliefert, ein Drittel davon nach Österreich und Polen.

2020 Masken im Milliardenwert importiert

Für das erste Pandemie-Jahr 2020 liegen keine direkten Vergleichszahlen vor, weil Schutzmasken erst seit Januar 2021 in den Handelsstatistiken gesondert erfasst werden. Für 2020 hatte das Statistische Bundesamt allerdings den Wert importierter Schutzmasken auf rund sechs Milliarden Euro beziffert - allein 3,5 Milliarden Euro davon betrafen Einfuhren in den Monaten April und Mai 2020, also die Monate zu Beginn der Pandemie. Auch damals war China mit Abstand das wichtigste Herkunftsland.