E10 tanken | picture alliance/dpa

Teure Energie Spritpreise sinken nur leicht

Stand: 30.03.2022 16:24 Uhr

Benzin und Diesel sind in der vergangenen Woche etwas billiger geworden. Doch im Vergleich zu den Ölpreisen an den Weltmärkten sei der Kraftstoff noch immer viel zu teuer, kritisiert der ADAC.

Autofahrer spüren an den Tanksäulen nur eine leichte Entlastung bei den Spritpreisen. Der Preis für einen Liter Super E10 ist innerhalb einer Woche um 3,2 Cent auf durchschnittlich 2,048 Euro gesunken. Der Preis für einen Liter Diesel ging um 1,9 Cent auf 2,154 Euro je Liter zurück. Das zeigen Berechnungen des ADAC, die auf bundesweiten Erhebungen beruhen.

Die Kraftstoffpreise sind damit laut dem größten deutschen Automobilclub weiter "unangemessen hoch". Dies zeigten auch Auswertungen der Notierungen für Rohöl der Sorte Brent und des US-Dollars im Vergleich zu den Spritpreisen. "Während Öl und Dollar am 1. und am 29. März auf einem ähnlich hohen Niveau lagen, kostete Benzin am 29. März rund 22 Cent mehr als am Monatsersten. Diesel war sogar fast 40 Cent teurer als vor vier Wochen", so der ADAC.

Branche soll genauer überprüft werden

Der Automobilclub begrüßt nach eigenen Angaben die Pläne von Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen, die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt zu stärken.

Gestern hatte das Ministerium bekannt gegeben, dass es der Behörde mehr Rechte zur Kontrolle der Benzin- und Dieselpreise einräumen will. Die Bonner Behörde solle dazu künftig auch die Herstellung von Kraftstoffen und den Großhandel ins Visier nehmen, hieß es laut Agenturen aus Habecks Ministerium. "Die aktuelle Situation darf nicht als Deckmantel für unfairen Wettbewerb oder versteckte Absprachen genutzt werden", verlautete aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums.