Mobiltelefon mit einem Zugfahrplan | dpa

Bahn vereinfacht Vorgang Entschädigung per Online-Formular

Stand: 24.05.2021 12:09 Uhr

Wenn die Bahn zu spät oder gar nicht fährt, haben Fahrgäste ein Anrecht auf Entschädigung. Die kann künftig auch online beantragt werden. Bislang war das Verfahren umständlich und bürokratisch.

Der Zug verspätet sich oder fährt gar nicht - ein Ärgernis, das viele Kunden und Kundinnen der Deutschen Bahn kennen. Zwar gibt es ein Recht auf Entschädigung, aber diese zu beantragen, war bislang umständlich und schreckte viele Fahrgäste ab. Das soll sich jetzt ändern: Wie die Bahn bekannt gab, besteht vom kommenden Monat an die Möglichkeit, die Entschädigung online über das Kundenkonto zu beantragen. Voraussetzung: Das Ticket muss online oder mobil gekauft worden sein.

"Schnell, einfach und transparent"

Bahnchef Richard Lutz erklärte, das Unternehmen löse damit ein Versprechen ein: "Bahnkundinnen und Bahnkunden können ab 1. Juni mit wenigen Klicks ihre Entschädigung digital einreichen. Das ist schnell, einfach und transparent." Um Entschädigung zu beantragen, muss die betroffene Fahrt mit Fern- oder Regionalzug auf der Benutzeroberfläche von Webseite oder Handy-App ausgewählt werden. Insgesamt dauere der Vorgang nicht länger als fünf Minuten, gibt die Bahn an. Die meisten Daten seien voreingestellt; es müssten also keine Zugnummern mehr herausgesucht werden.

Bisheriges Verfahren bürokratisch

Bislang mussten Bahnkunden ein sogenanntes Fahrgastrechteformular ausfüllen und dieses zusammen mit der Fahrkarte entweder per Post an die Deutsche Bahn schicken oder in einem Reisezentrum am Bahnhof abgeben. Für dieses umständliche und wenig umweltfreundliche Verfahren stand der Konzern schon länger in der Kritik. Zwar schafft die Bahn das Papierformular nicht ab, will es aber nach und nach überflüssig machen. Nach Angaben des Unternehmens kaufen mittlerweile vier von fünf Reisenden ihr Ticket online auf Bahn-Homepage oder mobil über die Bahn-App.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 24. Mai 2021 um 09:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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Jan Petersen 24.05.2021 • 23:55 Uhr

Föhr, Amrum, Sylt und Rømø

das stimmt so leider nicht ganz: Föhr und Amrum sind echte Inseln. Da fährt ein Zug zum Fähranleger in Dagebüll, dann geht es nur noch per Fähre weiter. Diese Fähre kann nur Autos, Laster und Fußgänger (Fahrräder) aufnehmen. Sylt ist da etwas anders: Nach Sylt gibt es zwei Wege (+Flug): 1.) Über den Hindenburgdamm, ein künstlicher Damm, der nur dem Schienenverkehr vorbehalten ist (Alles Andere löst da immer mal wieder einen Großalarm aus...) Es gibt 2 Firmen für Autozüge und die NOB und die DB für Personenzüge (1x die Woche noch einen Flixtrain) 2.) Oder über die Fähre von Rømø, die auch über einen künstlichen Damm an Dänemark angebunden ist. Wer auf Sylt zum arbeiten will, muß mit dem Zug fahren, die ca. 2x 50,- am Tag für Autozug oder Fähre (mit PKW) verdient Keiner auf Sylt. die DB hat durch (meist leere) Triebwagen, die erst hinter dem Autozug und dann alleine bis nach HH rumpeln tatsächlich eine Vorfahrt. Genehmigt durch die DB Netz AG... Die längste "Trasse" hat Vorrang