Container mit der Aufschrift China Shipping stapeln sich im Hafen von Schanghai. | Bildquelle: dpa

Zehn-Jahres-Hoch US-Handelsdefizit steigt trotz Strafzöllen

Stand: 06.03.2019 15:25 Uhr

Zwar hat US-Präsident Trump 2018 sowohl gegen China als auch die EU Strafzölle verhängt: Doch das Handelsbilanzdefizit konnte er damit bisher nicht verringern. Im Gegenteil: Es hat ein neues Hoch erreicht.

Das Handelsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten ist 2018 auf 621 Milliarden Dollar gestiegen und damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht.

Nach Angaben des Handelsministeriums ist das ein Plus um 18,8 Prozent im Vergleich zu 2017, als die Differenz noch bei gut 552 Milliarden Dollar gelegen hatte. Das politisch besonders heikle Handelsdefizit mit China weitete sich dabei um fast zwölf Prozent auf 419 Milliarden Dollar aus.

Zölle gegen China und die EU

US-Präsident Donald Trump hat immer wieder erklärt, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie China ausgenutzt. Die USA haben deshalb Zölle gegen China, aber auch die EU und andere Wirtschaftsräume verhängt.

Ziel war, das Handelsungleichgewicht damit zu reduzieren. Bei Waren und Gütern erreichte es im vergangenen Jahr aber neue Rekorde: Mit China lag es bei 419,2 Milliarden Dollar, mit Mexiko bei 81,5 Milliarden Dollar und mit der Europäischen Union bei 169,3 Milliarden Dollar.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 06. März 2019 um 17:37 Uhr.

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