US-Dollar

Wegen widerrechtlicher Hauspfändungen US-Banken zahlen Milliarden-Entschädigung

Stand: 07.01.2013 20:20 Uhr

Opfer von Zwangsversteigerungen können in den USA mit einem Geldsegen von Banken rechnen. Zehn Institute, die die Zwangsversteigerungen als Hypotheken-Dienstleister veranlassten, haben sich laut der Regulierungsbehörde OCC zur Zahlung von 8,5 Milliarden Dollar an die Geschädigten verpflichtet.

Die OCC verzichtet dafür auf eine Einzel-Überprüfung der Zwangsversteigerungen, die sich als teuer und zu aufwendig erwiesen haben. Wie OCC und die US-Notenbank Federal Reserve mitteilten, stimmten sie der Einigung zu, um die Opfer schneller zu entschädigen.

3,8 Millionen Kreditnehmer können mit Entschädigung rechnen

Nun können rund 3,8 Millionen Kreditnehmer mit einer Ausgleichszahlung rechnen, die bis zu 125.000 Dollar betragen kann - je nachdem, wie viele Fehler bei der Zwangsversteigerung gemacht wurden.

3,3 Milliarden Dollar fließen direkt an die betroffenen Hauseigentümer, 5,2 Milliarden Dollar in Form von Zinserleichterungen und -nachlässen. Zu den zehn Banken, die sich auf den Vergleich einließen, gehören die Bank of America, Citibank, JPMorgan und Wells Fargo. Sie hatten die Hypothekenkredite zumeist nicht selbst vergeben, sondern fungierten als Dienstleister für die Kreditgeber.

Dollarnoten vor einer US-Fahne | dpa

Rund 3,8 Millionen Kreditnehmer können mit einer Entschädigung rechnen. Bild: dpa

In dieser Funktion kümmern sie sich - ähnlich wie ein Inkasso-Büro - um die Eintreibung der Forderungen, neue Zahlungspläne, Steuerzahlungen bis hin zur Zwangsversteigerung des Hauses, wenn der Eigentümer nicht mehr zahlen kann.

Citibank nach Einigung mit 305-Millionen-Dollar-Belastung

Die Citibank teilte mit, im vierten Quartal im Zusammenhang mit der Einigung bei den Zwangsversteigerungen eine Belastung in Höhe von 305 Millionen Dollar vor Steuern zu verbuchen. Bei der Bank of America ist die genaue Summe noch nicht bekannt.

Die US-amerikanische Regierung hatte die Hypotheken-Dienstleister im April 2011 angehalten, zu überprüfen, ob Tausende von Zwangsversteigerungen rechtmäßig waren oder ob den Betroffenen finanzieller Schaden durch Verfahrensfehler entstanden war.