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Dieselskandal Ex-Audi-Manager in den USA angeklagt

Stand: 18.01.2019 00:25 Uhr

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen des VW-Konzerns wollen die US-Justizbehörden nun auch Audi-Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen. Vier Ex-Manager wurden angeklagt.

Im Zusammenhang mit dem Dieselskandal des VW-Konzerns sind in den USA vier frühere Audi-Manager angeklagt worden. Das teilte das zuständige Gericht in Detroit mit.

Den Männern wird laut Anklageschrift vorgeworfen, Teil einer fast zehn Jahre andauernden Verschwörung gewesen zu sein, bei der durch gezielte Manipulation von Emissionstests gegen US-Umweltgesetze verstoßen und Betrug an Kunden begangen worden sei.

Bei einem US-Prozess würden den angeklagten Ex-Audi-Angestellten harte Strafen drohen. Zwei frühere VW-Mitarbeiter wurden bereits wegen Mitschuld am "Dieselgate"-Skandal zu über drei beziehungsweise sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Keiner der Angeklagten sei aber derzeit in US-Haft, teilte das Justizministerium mit. Womöglich befinden sie sich wie eine ganze Reihe Angeklagter - darunter auch Ex-VW-Chef Martin Winterkorn - in Deutschland, von wo keine unmittelbare Auslieferung droht.

Mittlerweile Anklage gegen 13 Beteiligte

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In der Dieselaffäre sind mittlerweile mehr als ein Dutzend Beteiligter angeklagt.

Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, müssen sich damit insgesamt 13 Personen wegen der Abgas-Betrügereien vor Gericht verantworten. Der VW-Konzern hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden eingeräumt, mit Hilfe einer speziellen Software in großem Stil bei der Messung von Abgaswerten getrickst zu haben. Weltweit sind Millionen Diesel-Fahrzeuge betroffen.

Auf Konzernebene hat VW die rechtliche Aufarbeitung der Abgas-Affäre in den USA nach einigen teuren Kompromissen mit Behörden und privaten Sammelklägern weitgehend abgeschlossen. Der Konzern musste wegen des Skandals hohe Strafen zahlen und hat für Vergleiche in Nordamerika schon mehr als 25 Milliarden Euro an Rechtskosten verbucht. Die US-Justiz hatte jedoch bereits deutlich gemacht, dass die Sache damit nicht ausgestanden ist und die Ermittlungen gegen die verantwortlichen Köpfe hinter dem Betrug andauern.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. Januar 2019 um 05:00 Uhr.

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