Visa Kreditkarte | picture alliance / ASSOCIATED PR

Kartenzahlung boomt Schub im Reisemarkt hilft Visa

Stand: 28.01.2022 08:58 Uhr

Beim Kreditkartenanbieter Visa boomt das Geschäft - nicht nur wegen des Onlineshoppings, sondern auch weil der Tourismus wieder zunimmt. Das Unternehmen rechnet mit einer weiteren wirtschaftlichen Erholung.

Der US-Finanzkonzern Visa macht dank florierender Kreditkartenzahlungen im ersten Quartal gute Geschäfte. In den drei Monaten bis Ende Dezember stieg der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar, was 3,6 Milliarden Euro entspricht. Der Umsatz wuchs um 24 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar. Sowohl das Volumen als auch die Zahl der Transaktionen legten zu.

Visa profitiert weiter von boomenden Einkäufen im Internet, bei denen häufig mit Kreditkarte gezahlt wird. Außerdem nehmen wegen der Erholung des Reiseverkehrs von der Pandemie auch die internationalen Zahlungen, etwa für Flugbuchungen oder Hotels im Ausland, wieder deutlich zu.

Rückenwind durch geöffnete Grenzen

Das Visa-Management geht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt und den Umsatz auch im laufenden Quartal antreibt. Vor allem die wieder geöffneten Grenzen lassen die Geschäfte wachsen. Das grenzüberschreitende Geschäftsvolumen sei laut Visa um 40 Prozent angestiegen. Rückenwind werde von der anhaltenden Erholung des Reisemarkts kommen, und die wohlhabenden Konsumenten kehrten bei ihren Ausgaben zurück auf das Niveau von vor der Pandemie, meint dazu Vorstandschef Alfred Kelly.

Selbst wenn die Staaten aufgrund neuer Virusvarianten wieder Reisebeschränkungen beschließen würden, werde das Niveau schnell wieder ansteigen, sobald Konsumenten wieder reisen könnten, so Finanzvorstand Vasant Prabhu.     

Mastercard weniger optimistisch

Auch der Konkurrent Mastercard hatte unlängst Zahlen präsentiert und Gewinn sowie Umsatz kräftig gesteigert. Im vierten Quartal verdiente das Unternehmen unterm Strich 2,4 Milliarden Dollar und damit knapp ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz nahm um 27 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar zu.

Allerdings warnte Mastercard anders als Visa vor neuen Schwierigkeiten. So seien die grenzüberschreitenden Kreditkartenzahlungen in den vergangenen Wochen, in denen es wegen der Omikron-Virusvariante erneut Lockdowns und Reisebeschränkungen gab, schon wieder leicht gesunken. Beim Ausblick für das laufende Vierteljahr gab sich das Unternehmen deshalb entsprechend vorsichtig.