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Noch bis Ende des Jahres Corona-Überbrückungshilfen verlängert

Stand: 08.09.2021 19:50 Uhr

Von der Corona-Krise schwer getroffene Unternehmen können auf weitere Unterstützung vom Staat bauen: Die Überbrückungshilfe III Plus wird bis Ende des Jahres verlängert. Auch die Hilfen für Solo-Selbstständige werden verlängert.

Das Bundesfinanz- und das Bundeswirtschaftsministerium haben sich darauf verständigt, klammen Firmen weiter mit Corona-Hilfen zur Seite zu stehen. Die sogenannte Überbrückungshilfe III Plus wird bis Ende Dezember verlängert. Ursprünglich wäre sie Ende September ausgelaufen.

Nur für Firmen mit 30 Prozent Umsatzeinbruch

Die Überbrückungshilfe können diejenigen Firmen beantragen, die wegen der Corona-Krise einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent erlitten haben. Sie erhalten eine gestaffelte Fixkostenerstattung. Den Antrag muss ein prüfender Dritter stellen, also etwa der Steuerberater.

Auch ein Eigenkapitalzuschuss, der die Substanz besonders stark und andauernd betroffener Unternehmen stärken soll, wird nach Angaben der beiden Ministerien über September hinaus bis Dezember zur Verfügung stehen.

Auch Hilfen für Solo-Selbstständige noch bis Jahresende

Ebenfalls drei Monate länger erhalten die Solo-Selbstständigen staatliche Hilfen. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember könnten Soloselbstständige, deren Umsatz durch die Pandemie weiter eingeschränkt ist, "Neustarthilfe Plus" beantragen und damit bis zu 4500 Euro Unterstützung erhalten. "Während es für die meisten Bereiche der Wirtschaft wieder bergauf geht, dauern die Corona-bedingten Einschränkungen in einigen Branchen weiter an", begründeten die beiden Ministerien die Verlängerung der Hilfen.

Nicht fortgeführt wird laut Bundesregierung hingegen die so genannte "Restart-Prämie", mit der der Übergang vom Lockdown zur Wiederöffnung erleichtert werden sollte. Diese habe "ihren Zweck erfüllt", hieß es.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 08. September 2021 um 20:00 Uhr.