Logo des ThyssenKrupp-Konzerns spiegelt sich im Wasser | dpa

Corona-Tief überwunden ThyssenKrupp erholt sich schrittweise

Stand: 11.05.2021 10:58 Uhr

Die Erholung der Weltwirtschaft hat ThyssenKrupp viele neue Aufträge beschert. Doch für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiter einen Verlust. Die Zukunft der Stahlsparte ist offen.

Von Jörg Marksteiner, WDR

Der Corona-Blues scheint überstanden: Industrie und das verarbeitende Gewerbe investieren wieder - in vielen Teilen der Welt. Mehr Bestellungen, mehr Aufträge: Davon hat auch ThyssenKrupp als einer der größten deutschen Industrie- und Technologiekonzerne mit seinen 100.000 Mitarbeitern profitiert.

Jörg Marksteiner

Ob Kurbelwellen für Lkw und Baumaschinen, Bauteile für Windräder oder Autohersteller, die wieder mehr Stahl ordern - das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist für den Essener Traditionskonzern deutlich besser gelaufen als erwartet. Nach Jahren der Krise ist das eine gute Nachricht. Die Erwartungen wurden nach oben korrigiert.

Erneut Jahresverlust erwartet

Dennoch: Unter dem Strich fließt immer noch mehr Geld raus aus dem Unternehmen als im Alltagsgeschäft reinkommt. Für das Gesamtjahr wird wieder ein Verlust erwartet, wenn auch nicht in der Höhe wie ursprünglich befürchtet. "Wir haben Boden gut gemacht", kommentierte Firmenchefin Martina Merz. Aber es bleibe ein Weg der vielen kleinen Schritte.

ThyssenKrupp hat Bereiche mit rund 20.000 Mitarbeitern zum Verkauf gestellt. Gleichzeitig werden Tausende Stellen gestrichen. Die Gewerkschaft vermutet außerdem, dass die Stahlsparte mit weiteren 27.000 Mitarbeitern vom Mutterkonzern abgespalten werden könnte. Sie hat bereits Bedingungen formuliert, sagt aber auch, dass mit einer Entscheidung erst im kommenden Jahr zu rechnen sei.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Mai 2021 um 08:35 Uhr.