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Volks- und Raiffeisenbanken Gehälter bei Genossenschaftsbanken steigen

Stand: 06.07.2022 15:29 Uhr

Tarifabschluss bei den Volks- und Raiffeisenbanken: Die Gehälter der 135.000 Beschäftigten steigen in den kommenden beiden Jahren um insgesamt 5,2 Prozent. Für das laufende Jahr wurde eine Einmalzahlung vereinbart.

Die Gehälter der rund 135.000 Beschäftigten von Volks- und Raiffeisenbanken steigen um insgesamt 5,2 Prozent. Hinzu kommt im Oktober einer nach Tarifgruppen gestaffelte Einmalzahlung zwischen 800 und 1000 Euro. Auf diesen Tarifabschluss verständigten sich die Gewerkschaft des Deutschen Bankangestelltenverbandes (DBV) und der Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) in ihrer dritten Verhandlungsrunde.

Die Einigung sieht vor, dass im Januar 2023 die Gehälter zunächst um 3,2 Prozent steigen. Im Januar 2024 folgt eine weitere Lohnerhöhung um zwei Prozent. Die Forderung nach verbindlichen Mindeststandards für das mobile Arbeiten stellte der DBV nach eigenen Angaben zunächst zurück, um angesichts der hohen Teuerung beim Thema Gehalt möglichst rasch zu einem Ergebnis zu kommen.

"Folgen steigender Preise abgefedert"

"Die Auswirkungen der Inflation sind deutlich spürbar - Erhöhungen müssen zeitnah erfolgen. Dies haben wir erreicht", sagte DBV-Verhandlungsführer Robert Piasta und der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Stephan Szukalski. Der DBV war mit einer Forderung von 6,1 Prozent mehr Lohn in die Verhandlungen gegangen, die Ende April begonnen hatten. Der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes AVR, Peter Bottermann, sprach von einem ausgewogenen Gesamtpaket in einem schwierigen Umfeld. "Mit dem Abschluss werden für die Beschäftigten die Folgen steigender Preise zu einem nennenswerten Teil abgefedert."

Die Tarifpartner vereinbarten zudem Verbesserungen bei rentennaher Teilzeit und eine Verlängerung der Altersteilzeitregelungen. Auch die Vergütung der Auszubildenden wird bei den Genossenschaftsbanken angehoben. Für sie gibt es eine gestaffelte Gehaltserhöhung um durchschnittlich 7,2 Prozent. Der neue Gehaltstarifvertrag ist frühestens zum Ende 2024 kündbar.