Slack-Button  | dpa

Kommunikationstool Slack weltweit gestört

Stand: 04.01.2021 19:43 Uhr

Das Kommunikationstool Slack gilt als Senkrechtstarter in der Corona-Krise. Am Montag kam es zu einer massiven Störung - und zwar weltweit. Die Hintergründe der Panne sind unklar.

Von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles, z. Zt. in San Francisco

Ausgerechnet am für viele ersten Arbeitstag im neuen Jahr ist der Messaging-Dienst Slack ausgefallen. Und zwar nicht nur in einigen Regionen der Welt, sondern komplett. Seit etwa 16 Uhr deutscher Zeit am Montag war Slack nicht mehr zu erreichen.

Marcus Schuler ARD-Studio Los Angeles

Über Stunden geht gar nichts

Zwar soll bei einigen Nutzern der Zugang wieder funktionieren, für das Gros der User ging aber gar nichts mehr. Was die Ursache für den Ausfall ist, gab das Unternehmen zunächst nicht bekannt. Man arbeite mit Hochdruck daran, den Fehler zu beheben, teilte ein Sprecher in San Francisco mit. 

Das kalifornische Unternehmen hatte am Morgen noch von einem "Zwischenfall" gesprochen, stufte die Panne gut eine Stunde später als Ausfall hoch. Nutzer und Nutzerinnen können weder Nachrichten senden, noch Kanäle laden oder Anrufe machen. Ein Login auf Browser oder App ist zur Zeit offenbar nicht möglich. 

Das "Schweizer Messer" unter den Messengern

Der von Stewart Butterfield gegründete Dienst kommt auf gut zehn Millionen User täglich. Er wird vor allem von Geschäftskunden eingesetzt, die in sogenannten Kanälen Dokumente austauschen und miteinander chatten können. 

Slack hat es dabei wie keine andere Plattform geschafft, Drittplattformen Dropbox, Google Docs oder Zoom zu integrieren. Dadurch wurde es zu einem Art Schweizer Taschenmesser für Kommunikation im Internet.

Slack vor allem bei Unternehmen beliebt

Die Firma hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der führenden Kommunikationsdienste entwickelt. Nach eigenen Angaben setzen rund 750.000 Firmen Slack ein. Seit 2019 ist das Unternehmen an der Börse notiert. Erst vor wenigen Wochen hat das Cloud-Computing-Unternehmen Salesforce angekündigt, Slack für knapp 28 Milliarden Dollar zu übernehmen. 

Mitte Dezember waren zahlreiche Google-Dienste ausgefallen. Der Grund lag im zentralen Anmeldesystem.