Logos von Google und Apple | REUTERS

Silicon Valley Zurück an den Arbeitsplatz

Stand: 07.04.2021 15:35 Uhr

Das Silicon Valley erwacht langsam aus dem Dornröschenschlaf: Google, Apple & Co. holen die ersten Beschäftigen zurück ins Büro. Doch fast alle Tech-Firmen halten auch am Homeoffice fest.

Von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles, z. Zt. in San Francisco

Die Tech-Unternehmen um San Francisco waren die ersten, die ihre Mitarbeitenden zu Beginn der Corona-Pandemie nach Hause geschickt haben. Jetzt gehören sie zu den ersten, die ihre Angestellten wieder zurückholen.

Marcus Schuler ARD-Studio Los Angeles

Google: Eine Art Homeoffice-Pflicht bleibt

Der Suchmaschinen-Konzern ist eines der größten Unternehmen im Silicon Valley. Mehr als 52.000 Angestellte sind in der Region nahe San Francisco beschäftigt. Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist in den kommenden Tagen auf zunächst freiwilliger Basis möglich. Ab Herbst sollen die Mitarbeitenden drei Tage pro Woche wieder im Firmenbüro arbeiten. Allerdings: Alle Angestellten sind dazu verpflichtet, mindestens 14 Tage pro Jahr von zu Hause aus zu arbeiten.

Apple: Hybrides Arbeiten ist das Ziel

In Cupertino sollen ab vermutlich Herbst die Angestellten wieder in ihren Büros arbeiten können - allerdings unter strengen Auflagen. Apple-Chef Tim Cook sagt, eine gute Zusammenarbeit funktioniere nur, wenn sich die Beschäftigten wieder treffen könnten. Cook peilt - wie nahezu alle Tech-Unternehmen - ein dauerhaftes hybrides Arbeitsmodell an.

SAP: Nur nichts überstürzen

Beim Ableger des deutschen Softwareunternehmens im Silicon Valley soll eine langsame Öffnung stattfinden. Bis Mitte Mai sollen zehn Prozent der Angestellten wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren können.

Facebook: Gigantisches Großraumbüro verzögert Rückkehr

Bis zu zehn Prozent der Büroarbeitsplätze können ab 10. Mai wieder eingenommen werden - auf freiwilliger Basis. Die Angestellten am Hauptsitz in Menlo Park können so lange von zu Hause aus arbeiten, bis 50 Prozent der Büroarbeitsplätze besetzt sind. Denn vor Ort gibt es das Problem, dass nahezu der gesamte Firmenkomplex aus einem riesigen Großraumbüro besteht. 

Twitter: Arbeitsplätze bereits untervermietet

Beim Kurznachrichtendienst soll es selbst nach überstandener Pandemie beim Homeoffice-Modell bleiben. Firmenentagen am Hauptsitz in San Francisco sind bereits untervermietet. Wer in den vergangenen Monaten die teure Bay Area verlassen hat und in deutlich günstigere Regionen gezogen ist, dem könnte das Gehalt gekürzt werden. Denn die teuerste Gegend der USA ist häufig im Gehalt eingepreist. 

Dropbox: Freiheit für die Arbeitnehmer

Der Cloud-Dienst aus San Francisco hat die Hälfte seiner Bürofläche aufgegeben. Im Juli sollen hier die ersten Angestellten, wenn sie denn möchten, wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren können. Wer will, darf auch ganz von zu Hause aus arbeiten - für immer.