Logo der Firma Novartis in Stein, Schweiz | REUTERS

Schweizer Pharmakonzern Novartis hält an CureVac-Impfstoff fest

Stand: 21.07.2021 15:11 Uhr

Der Corona-Impfstoff von CureVac aus Tübingen zeigte in Studien eine Wirksamkeit von nur 48 Prozent. Trotzdem hat der Pharmakonzern Novartis mit der Produktion des Vakzins begonnen.

Von Dietrich Karl Mäurer, ARD Studio Zürich

Noch in den ersten drei Monaten des Jahres hatte die Pandemie Patientinnen und Patienten von Arztbesuchen abgehalten. Das belastete das Geschäft von Pharma-Unternehmen wie Novartis aus Basel. Doch mittlerweile sorgen unter anderem die weltweiten Impfkampagnen für eine Erholung. Novartis meldet für das zweite Quartal einen Umsatz von umgerechnet rund elf Milliarden Euro. Das ist ein Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem das Geschäft wegen der Lockdown-Maßnahmen allerdings schlecht ausgefallen war. Der Gewinn betrug umgerechnet mehr als 2,4 Milliarden Euro. 

Dietrich Karl Mäurer ARD-Studio Zürich

CureVac hofft auf Abnehmer in der EU

Ein Großteil geht zurück auf die Sparte mit innovativen Medikamenten, etwa ein Herzmittel und ein Medikament gegen Schuppenflechte. Novartis engagiert sich auch im Bereich von Covid-19-Impfstoffen. Gestartet ist die Herstellung des Vakzins des Tübinger Biotechunternehmens CureVac. 50 Millionen Dosen sollen noch in diesem Jahr vom Werk im österreichischen Kundl ausgeliefert werden. 

Obwohl der Impfstoff in Studien nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent zeigte, hofft CureVac weiter auf eine Verwendung durch die Europäische Union. Novartis unterstützt neben CureVac auch BioNTech und Pfizer bei der Produktion deren Impfstoffs. Der Schweizer Pharma-Riese geht davon aus, dass die Geschäfte insgesamt in der zweiten Jahreshälfte weiter anziehen. Angestrebt wird ein Umsatzplus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Gewinn soll sich im mittleren einstelligen Bereich erhöhen. 

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 21. Juli 2021 um 14:36 Uhr.