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Corona-Impfstoff Neuer Moderna-Booster im Spätsommer?

Stand: 08.06.2022 15:51 Uhr

Der US-Hersteller Moderna prescht mit einem Covid-19-Impfstoff vor, der an die hochansteckende Omikron-Variante angepasst ist. Das Unternehmen will Daten aus seinen Studien nun bei den Behörden einreichen.

Der an Omikron angepasste Covid-19-Impfstoffkandidat von Moderna hat vorläufigen Studiendaten zufolge eine bessere Antikörperreaktion gegen die hochansteckende Variante gezeigt. Das Vakzin - eine Kombination aus dem ursprünglichen Moderna-Impfstoff Spikevax und einem gegen die Omikron-Variante gerichteten Mittel - habe eine überlegene neutralisierende Antikörperreaktion im Vergleich zu Spikevax erzielt, teilt der US-Biotechnologiekonzern mit.

Das Vakzin wurde als Booster mit einer Dosierung von 50 Mikrogramm verabreicht - die Hälfte der ursprünglichen Dosierung für Erwachsene. Moderna will die Daten nun bei den zuständigen Regulierungsbehörden einreichen. Der Hersteller hofft, dass sein Omikron-Booster noch im Spätsommer verfügbar sein wird.

Ergebnisse auch von BioNTech erwartet

Moderna ist nicht der einzige Hersteller, der einen an die Omikron-Variante angepassten Covid-19-Impfstoff entwickelt. Auch bei der Mainzer Firma BioNTech und ihrem US-Partner Pfizer läuft die Forschung auf Hochtouren. Sowohl Moderna als auch BioNTech machen sich dabei einen großen Vorteil der mRNA-Impfstoffe zunutze: Die Art von Impfstoffen lässt sich relativ leicht an neue Virus-Varianten anpassen, ohne dass dafür der Produktionsprozess verändert werden muss.

BioNTech rechnet nach eigener Aussage "in den kommenden Wochen" mit Ergebnissen aus seinen klinischen Studien zu Impfstoffen gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. Für die neuen, angepassten Vakzine liegen bereits Vorbestellungen für mehrere Milliarden Dosen vor.

"Die Zulassungsbehörden werden auf Basis der klinischen Daten das weitere regulatorische Vorgehen festlegen, das für eine mögliche Genehmigung eines angepassten Impfstoffes notwendig sein wird", sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin vor einer Woche auf der Hauptversammlung des Mainzer Unternehmens. Je nach Entscheidung der Zulassungsbehörden könnte dann zwischen August und dem Herbst ein angepasster Impfstoff genehmigt werden.