Moderna hat die Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. | AFP

Omikron-Variante Moderna testet Booster-Kombi-Impfstoff

Stand: 11.03.2022 12:42 Uhr

Im Kampf gegen das Coronavirus startet der US-Hersteller Moderna eine Studie für einen Auffrischungsimpfstoff: Dieser kombiniert das bisher genutzte Vakzin mit einem in der Entwicklung befindlichen Impfstoff für die Omikron-Variante.

Das US-Unternehmen Moderna startet klinische Tests mit einem kombinierten Omikron-Auffrischungsimpfstoff. Dabei handelt es sich um ein Produkt für Booster-Impfungen, das den auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffkandidaten mit dem ursprünglichen Impfstoff kombiniert, wie der Hersteller mitteilte. An der Phase-2-Studie in den USA sollen den Angaben zufolge etwa 375 Probanden teilnehmen. Allerdings wird auch der auf die Omikron-Variante zugeschnittene Impfstoffkandidat in einer eigenen Phase-2-Studie in den USA weiter gesondert untersucht.

"Unser Ziel ist es, dem Virus immer einen Schritt voraus zu sein", sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel. "Wir sind entschlossen, Daten zu generieren und mit den Gesundheitsbehörden zu teilen, während sie sich auf die Auffrischungssaison im Herbst vorbereiten." Bereits im Januar hatte Moderna mit einer klinischen Studie des speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Impfstoffes begonnen, an der rund 600 Freiwillige teilnehmen sollten.

BioNTech arbeitet an Konzept für Herbst und Winter

Auch BioNTech und Pfizer haben bereits ihre erste klinische Studie zu einem speziell auf Omikron zugeschnittenen Impfstoff gestartet. "Die Resultate werden in den nächsten Wochen vorliegen", sagte BioNTech-Gründer Ugur Sahin gestern. Zuletzt hatte das Mainzer Unternehmen erklärt, dass es damit rechne, dass der Omikron-spezifische Impfstoff im April oder Mai zur Verfügung stehen werden.

Sahin machte nun deutlich, dass es auch um eine Vorbereitung auf den nächsten Winter gehe. BioNTech entwickle derzeit mit seinen Partnern für den Herbst und Winter ein Konzept, um den Übergang von einer akuten Pandemie in die Endemie vorzubereiten. "Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Veränderung des Virus Schritt halten können", sagte er.

Über dieses Thema berichtete der MDR am 14. Februar 2022 um 16:59 Uhr.