Logo der Lufthansa am Leitwerk mehrerer parkender Flugzeuge | REUTERS

Lufthansa-Rettungspaket Rückzahlungen noch vor der Wahl?

Stand: 18.06.2021 12:37 Uhr

Der Tiefpunkt der Krise sei für Lufthansa überwunden, hatte Vorstandschef Spohr vor wenigen Tagen gesagt. Er hofft, die Staatshilfen nun schnell zurückzahlen zu können - wenn möglich, noch vor der Bundestagswahl.

Die Lufthansa will nach Worten von Vorstandschef Carsten Spohr die milliardenschwere Finanzhilfe des Staates in der Corona-Krise in wenigen Monaten zurückzahlen. "Wir waren eines der ersten Unternehmen, was von der Bundesregierung gerettet wurde. Wir wollen auch eines der ersten Unternehmen sein, das die Rettungsmittel zurückzahlt - hoffentlich noch vor der Bundestagswahl", sagte er im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz.

Der Wahltermin ist am 26. September. Deutschland, Österreich, Belgien und die Schweiz hatten dem Konzern wegen des Geschäftseinbruchs durch die Pandemie im vergangenen Jahr neun Milliarden Euro Staatshilfe zugesagt und ihn damit vor dem Untergang bewahrt.

"Tiefpunkt liegt hinter uns"

Der Konzern hatte in dieser Woche die Vorbereitungen zu einer Kapitalerhöhung eingeläutet, mit der die Hilfe beglichen werden könnte. "Wir schalten um vom Krisenmodus in den Transformationsmodus", sagte Spohr. Die geplante Kapitalerhöhung sei dabei ein wichtiger Schritt zum Ausstieg aus den staatlichen Finanzhilfen.

Seit April habe sich die Buchungslage deutlich verbessert durch sinkende Covid-Infektionszahlen, den Fortschritt beim Impfen und die Einführung des digitalen Impfpasses in der EU. "Der Tiefpunkt der Krise liegt hinter uns", sagte Spohr. "Wir sind nicht zurück auf normal, doch es ist jetzt Zeit, zuversichtlich nach vorne zu schauen."

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 18. Juni 2021 um 12:42 Uhr.