BMW Unternehmenszentrale | picture alliance / SvenSimon

Millionenschaden Korruptionsverdacht bei BMW

Stand: 05.01.2022 15:13 Uhr

Ein ehemals leitender Mitarbeiter des Münchener Autobauers BMW steht unter Korruptionsverdacht. Es geht um Millionen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft München hat einen ehemaligen leitenden BMW-Angestellten wegen Untreue und gewerbsmäßiger Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr angeklagt. Der 51-Jährige soll von 2007 bis 2015 bei der Auftragsvergabe an Unternehmensberater mehr als 2,4 Millionen Euro Schmiergeld kassiert haben. Der Geschäftsführer einer - mittlerweile insolventen - Beratungsfirma wurde wegen Bestechung und Beihilfe zur Untreue mitangeklagt, wie das Oberlandesgericht München mitteilte. Zuvor hatte die "WirtschaftsWoche" darüber berichtet.

Beschuldigte weisen Vorwürfe zurück

Außerdem wurden drei Angeschuldigte auf Seiten der Beratungsgesellschaft wegen Beihilfe angeklagt. Den Schaden für BMW bezifferten die Ermittler mit rund 2,7 Millionen Euro. Alle fünf Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe. "Ein Angeschuldigter befindet sich in der Sache seit Mitte Dezember 2021 in Untersuchungshaft", teilte das OLG ohne nähere Angaben mit. Die Anklagen wurden bereits im November erhoben. Die Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht München muss nun entscheiden, ob sie die Klagen zulässt und einen Prozess eröffnet.