Mehrere Modelle des Ford Mustang stehen auf dem Parkplatz eines US-Autohändlers in Wexford, Pennsylvania. | AP

Ford und GM in den USA Mit Drohungen gegen hohe Autopreise

Stand: 09.02.2022 16:04 Uhr

Ein Teil des US-Autohändler nutzt die hohe Nachfrage bei anhaltenden Lieferengpässen, um höhere Preise für Neufahrzeuge zu verlangen. Ford und GM gehen dagegen vor: Sie drohen den Händlern.

Von Florian Mayer, ARD-Studio Washington

Die Preisaufschläge, die viele US-Autohändler von Kunden beim Kauf eines Neuwagens verlangen, sind den Autobauern ein Dorn im Auge. Wer Neufahrzeuge von Ford weit über der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers verkaufe, müsse mit harten Konsequenzen rechnen. Das habe Ford-Chef Jim Farley in einer Telefonkonferenz mit Analysten angekündigt, berichtet das "Wall Street Journal". 

Konzerne bangen um ihre Kunden

Ford wisse laut Farley sehr genau, welche Händler ihre Fahrzeuge mit hohen Preisaufschlägen verkaufen würden. Bei rund zehn Prozent der knapp 3000 Ford-Händler in den Vereinigten Staaten sei das der Fall. Händler, die an den Erhöhungen festhielten, sollen künftig nicht mehr mit stark nachgefragten Modellen beliefert werden.

Mit ähnlichen Schritten hatte General Motors bereits im Januar seinen Händlern gedroht. Die Autobauer fürchten, durch die hohen Preise langfristig Kunden zu verlieren.

Händler und Kunden dürfen verhandeln

Laut einer Untersuchung der Marktanalysten von J.D. Power lagen die Preiserhöhungen auf Neufahrzeuge in den USA im vergangenen Jahr zwischen 700 bis 10.000 US Dollar. Ein Sprecher des Verbandes der US-amerikanischen Autobauer, NADA, erklärte, die Preiserhöhungen seien das Ergebnis von einem aktuell geringen Angebot und großer Nachfrage auf dem Markt. Händlern und Kunden stehe es grundsätzlich frei, den Preis eines Fahrzeuges untereinander auszuhandeln.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Februar 2022 um 18:32 Uhr.