Die Lufthansa-Tochter Eurowings | dpa

Angeschlagene Branche Eurowings befürchtet mehr Pleiten

Stand: 03.12.2021 11:31 Uhr

Der Chef der Lufthansa-Billigflugtochter Eurowings hält die Lage seiner Branche für weiterhin kritisch. Trotz der leichten Erholung in den zurückliegenden Monaten könne es für einige Airlines eng werden.

Der Chef von Eurowings, der Billigflugtochter der Lufthansa, rechnet mit einer Pleitewelle in seiner Branche wegen der Folgen der Pandemie. "Ich gehe davon aus, dass die Konsolidierungswelle eher in beschleunigter Form noch vor uns liegt", sagte der Manager dem Berliner "Tagesspiegel".

"Der Preis ist nicht alles"

Wenn jetzt Hilfskredite zurückgezahlt werden müssten und Zinsen fällig seinen, würden "einige Marktteilnehmer nicht mit diesen Herausforderungen zurechtkommen", sagte Bischoff.

Konkurrenten wie Ryanair fürchtet der Eurowings-Chef nach eigener Aussage nicht. Der Preis für ein Flugticket sei nicht alles. "Der Wunsch nach Sicherheit und Gesundheit schlägt im Moment alles, auch den Flugpreis." Eurowings werde "nicht zusammenzucken, wenn Ryanair mal wieder einen neuen Anlauf nimmt".

Eurowings-Chef Jens Bischof | picture alliance / Geisler-Fotop

Eurowings-Chef Jens Bischof Bild: picture alliance / Geisler-Fotop

Seit Beginn der Pandemie sind bisher hauptsächliche kleinere Fluggesellschaften vom Markt verschwunden. Zuletzt war die staatliche italienische Gesellschaft Alitalia in der neuen Airline ITA aufgegangen. Allerdings hatte Alitalila seit Jahren mit massiven Verlusten zu kämpften. Der deutsche Marktführer Lufthansa hingegen konnte zuletzt seine Staatshilfen zurückzahlen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Juni 2021 um 06:49 Uhr.