Weihnachtsdekoration im Kaufhaus KaDeWe in Berlin | FILIP SINGER/EPA-EFE/Shutterstoc

Einzelhandel Läden erwarten Rekord-Weihnachten

Stand: 08.11.2021 13:51 Uhr

Die Einzelhändler rechnen zu Weihnachten mit so hohen Umsätzen wie nie zuvor. Im Schnitt werden die Menschen in Deutschland demnach 273 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Unklar ist, wie die hohen Infektionszahlen die Geschäfte beeinflussen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet für das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr mit Rekordumsätzen von geschätzten 112 Milliarden Euro. Das wären rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. "Die hohen Sparguthaben und die gute Verbraucherstimmung stellen die Weichen für einen versöhnlichen Jahresausklang nach einem für viele Händler mit den Lockdowns existenzbedrohendem ersten Halbjahr", teilte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth mit.

Im Schnitt 273 Euro für Weihnachtsgeschenke

Für die Prognose hatte der Verband 450 Händler "aller Branchen, Größenklassen und Standorte" befragt. 45 Prozent von ihnen erwarten demnach im Vergleich zum Vorjahr Umsatzsteigerungen in diesem und im kommenden Monat. Ein Drittel kalkuliert mit stabilen Umsätzen. Die Kunden würden demnach mit 273 Euro pro Kopf ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern.

"Die letzten beiden Monate sind nach den Corona-Lockdowns im ersten Halbjahr für viele Händler wichtiger als je zuvor", sagte Genth. "Traditionell machen klassische Geschenke-Branchen wie der Spielwarenhandel mehr als ein Fünftel ihres Jahresumsatzes im November und Dezember."

Risiken im Blick

Der Verband sieht aber auch Risiken für die prognostizierte Entwicklung. "Alles hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen ab", sagte Genth. Der Handel werde seine erprobten Hygienekonzepte anwenden, die Maskenpflicht beibehalten und versuchen, mehr Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen.

Als weitere mögliche negative Einflussfaktoren wurden von Genth die bei einzelnen Produkten auftretenden Lieferschwierigkeiten sowie die steigende Inflation genannt. Beides seien aber wohl kurzfristige Probleme, die lediglich vorübergehend Bestand haben dürften, so der HDE.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. November 2021 um 12:00 Uhr.