Paketzusteller während der Weihnachtszeit | REUTERS

Vom kommenden Jahr an DHL macht schwere Pakete unattraktiver

Stand: 24.09.2021 13:29 Uhr

Die Deutsche Post DHL erhöht ihre Paketpreise. Unmittelbar betroffen sind Geschäftskunden. Privatkunden bekommen das nur zu spüren, wenn sie sich besonders schwere Ware per DHL liefern lassen.

Die Deutsche-Post-Tochter DHL schraubt die Kosten für Pakete nach oben. Zunächst sind nur Geschäftskunden betroffen. Die höheren Preise gelten vom 1. Januar 2022, wie der Konzern heute mitteilte.

Konkrete Preisaufschläge in Prozent wurde nicht genannt. Allerdings teilte das Unternehmen mit, dass Lieferungen ab 20 Kilogramm "im besonderen Maße" davon betroffen seien. Schließlich sei deren Sortierung und Auslieferung deutlich aufwändiger.

Preise für Privatkunden bleiben gleich

Für Privatkunden ändert sich zunächst nichts, denn die Preise für sie bleiben unverändert. Verbraucher bekommen die Preiserhöhung nur indirekt zu spüren, falls Online-Händler mehr Geld für den Versand berechnen - und das dürfte insbesondere schwere Produkte betreffen.

Die Post begründete ihre Erhöhung mit Investitionen in die Infrastruktur und in den klimaschonenden Transport. Bereits jetzt stelle man in Deutschland in fast der Hälfte aller Zustellbezirke CO2-frei mit Hilfe von E-Mobilität zu.

Die Post hat Listenpreise für Geschäftskunden mit einem jährlichen Versand von bis zu 5000 Paketen. Wenn eine Firma mehr Sendungen über den Bonner Konzern verschickt, werden individuelle Verträge vereinbart. Der bedeutendste Großkunde der Post ist der Online-Händler Amazon, der in stark zunehmenden Maß auch auf den eigenen Dienst “Amazon Logistics” setzt.