Star Alliance und DB: neue intermodale Partnerschaft | Deutsche Bahn AG

Internationales Luftfahrtbündnis Die Bahn wird Teil der Star Alliance

Stand: 04.07.2022 16:33 Uhr

Von deutschen Bahnhöfen zu vielen Zielen auf anderen Kontinenten: Die Deutsche Bahn und 26 Fluggesellschaften des Luftfahrtbündnisses Star Alliance wollen das mit nur einem Ticket möglich machen.

Die Deutsche Bahn (DB) wird ab dem 1. August dem Luftfahrtbündnis Star Alliance anschließen. Der bundeseigene Konzern ist die erste Nicht-Fluggesellschaft, die diesen Schritt geht. Damit setze man ein weiteres starkes Zeichen auf dem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit im Mobilitätssektor, teilte die Deutsche Bahn mit. Die Kunden könnten zukünftig ihre Reise "in der klimafreundlichen Bahn beginnen oder beenden". Die Star Alliance wolle derartige Partnerschaften in Zukunft weiter ausbauen.

Nur noch ein Ticket nötig

"Von Freiburg nach Singapur: Dafür braucht es nur noch ein einziges Ticket", so Michael Peterson, Vorstand DB Personenfernverkehr. Dadurch leisteten Deutsche Bahn und Star Alliance "einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehrssektor". Bereits seit mehr als 20 Jahren können die Lufthansa-Passagiere in einem Buchungsschritt ein kombiniertes Ticket für Zug und Flug kaufen. Dieses Angebot wird laut Peterson bis von rund 500.000 Kunden im Jahr genutzt. Ihre Zahl soll bis 2030 auf fünf Millionen steigen.

Zukünftig können auch die übrigen 25 Mitgliedsfluggesellschaften der Star Alliance über ihre Buchungssysteme entsprechende Angebote machen und damit ICE-Verbindungen mit Flugnummern in ihr Angebot aufnehmen. Bei allen Buchungen von kombinierten Zug-Flug-Reisen bei den Mitgliedsfluggesellschaften der Star Alliance können für die Zugfahrten Punkte beziehungsweise Meilen in den jeweiligen Vielfliegerprogrammen der Airlines gesammelt werden.

Bahn als Rettung vor dem Flughafen-Chaos

Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister äußerte sich außerdem zum derzeitigen Chaos an vielen deutschen Flughäfen. Inlandsflüge würden derzeit wegen der Systemüberlastung besonders häufig gestrichen, weil man den Reisenden auf diesen Strecken mit der Bahn sehr gute Alternativen bieten könne. Lufthansa biete über ihre Systeme inzwischen jede innerdeutsche Flugverbindung gleichberechtigt auch mit dem Zug an. Einen dauerhaften Verzicht auf Inlandsflüge befürwortete Hohmeister aber nicht. Die aktuelle Krise des Luftverkehrs in Europa müsse an vielen Stellen gelöst werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Juni 2022 um 11:00 Uhr.