Das Firmenlogo von CureVac  | Bildquelle: AFP

Neue Partnerschaft CureVac und Bayer schließen Impfallianz

Stand: 07.01.2021 09:06 Uhr

Der Pharmariese Bayer soll dem Tübinger Impfstoffentwickler CureVac bei der Produktion und dem Vertrieb seines künftigen Covid-Vakzins helfen. Die Hoffnung ist, dass dies schneller für mehr Impfstoff sorgt.

Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac und der Bayer-Konzern haben eine Impfstoff-Partnerschaft geschlossen. "Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Bayer bei der weiteren Entwicklung und Bereitstellung des Covid-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV von CureVac sowie bei lokalen Aktivitäten in ausgewählten Ländern unterstützen", teilte Bayer mit.

Vorbild der Zusammenarbeit soll die Allianz zwischen dem Mainzer Impfstoffentwickler BioNTech und dem US-Pharmaunternehmen Pfizer sein. Auch dort geht es um Unterstützung bei der Produktion des Impfstoffs und der Vermarktung.

In der neuen Allianz soll CureVac Inhaber der Marktzulassung des Impfstoffs sein. Bayer werde das Unternehmen bei Länderaktivitäten innerhalb der EU und in ausgewählten weiteren Märkten unterstützen, hieß es. Möglicherweise werde Bayer die Marktzulassung in anderen Märkten außerhalb Europas übernehmen. Geplant sei die Produktion von mehreren Hundert Millionen Impfstoff-Dosen, sobald die Arzneimittelbehörden das Vazkin zugelassen hätten.

Wie das Nachrichtenportal "ThePioneer" berichtete, ist Ziel der Allianz, den Impfstoff möglichst schnell und breit auf den Markt bringen zu können. Eine solche "nationale Impfallianz" könne die Impfsituation in Deutschland verbessern und helfen, dass bis zum Sommer alle geimpft würden, die es wollten.

Gespräch mit Kanzlerin Merkel

Die Kooperation war dem Bericht zufolge Thema in einem Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Gesundheitsminister Jens Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Kanzleramtschef Helge Braun und Vizekanzler Olaf Scholz am Mittwochmorgen.

Bayer kann sein internationales Pharma-Netzwerk in die Partnerschaft einbringen, Lieferketten sicherstellen und bei der Verteilung des Impfstoffs helfen. Offenbar ist auch eine Produktion des CureVac-Impfstoffs in einem US-amerikanischen Bayer-Werk im Gespräch.

Studienergebnisse wohl Ende des ersten Quartals

Im Dezember hatte CureVac grünes Licht für den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie erhalten. Mit ersten Ergebnissen der Studie rechnet CureVac nach früheren Angaben eines Sprechers Ende des ersten Quartals 2021. Für die geplante Markteinführung des Corona-Impfstoffs ist, neben einer Erweiterung der Herstellungserlaubnis, auch eine Zulassung durch die EU-Kommission erforderlich.

Über dieses Thema berichteten am 07. Januar 2021 die tagesschau um 05:30 Uhr sowie um 08:00 Uhr und Deutschlandfunk um 11:00 Uhr in den Nachrichten.

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