Ein Mann sitzt an seinem Arbeitsplatz im Homeoffice. | dpa

Folgen der Corona-Pandemie Bundestag beschließt Steuererleichterungen

Stand: 19.05.2022 16:58 Uhr

Bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Firmen, verlängerte Homeoffice-Pauschale und eine höhere Steuerbefreiung bei Corona-Boni: Der Bundestag hat weitere Steuerhilfen zur Entlastung wegen der Pandemie beschlossen.

Der Bundestag hat weitere Steuerhilfen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie beschlossen. Das vierte Corona-Steuerhilfegesetz wurde mit den Stimmen der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP sowie der oppositionellen Union verabschiedet.

Für Arbeitnehmer wird die Homeoffice-Pauschale bis Ende 2022 verlängert. Pro Tag Arbeit von zuhause kann man fünf Euro ansetzen, maximal allerdings 600 Euro im Jahr. Allerdings zählt die so erzielte Summe zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern pauschal ohnehin 1000 Euro angerechnet werden. Nur wer mit seinen Ausgaben über diese 1000 Euro kommt, profitiert von der Regel.

Die Fristen zur Abgabe der Steuererklärung werden verlängert: Wer seine Erklärung für 2021 alleine macht, hat nun bis Ende Oktober 2022 Zeit. Wer einen Steuerberater hat, muss erst Ende August 2023 abgeben. Auch in den kommenden Jahren soll es längere Fristen geben.

Bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Firmen

Für Unternehmen wird die sogenannte degressive Abschreibung für "bewegliche Wirtschaftsgüter" um ein Jahr bis Ende 2023 verlängert. Das umfasst nicht nur tragbare oder fahrbare Dinge, sondern einen Großteil aller Investitionen - etwa Maschinen, den Fuhrpark oder auch die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für 2022 und 2023 wird der Höchstbetrag zudem auf zehn Millionen Euro angehoben.

Unternehmen können damit in den ersten Jahren nach einer Anschaffung größere Summen abschreiben als zuvor üblich. In den Folgejahren sind die Abschreibungsbeträge dafür dann geringer. Zudem sollen zu viel gezahlte Steuern früher zurückgezahlt werden.

Höhere Steuerbefreiung für Corona-Boni

Für Beschäftigte in Pflege, Krankenhäusern und Arztpraxen wird die Steuerbefreiung der Corona-Boni angehoben. Bis zu 4500 Euro bleiben steuerfrei. Dies soll auch für freiwillige oder tarifliche Zahlungen der Arbeitgeber gelten.

Die Bundesregierung stellt rund eine Milliarde Euro für Corona-Boni für Beschäftigte in Krankenhäusern und in der Pflege bereit. Dies soll am Abend in einem eigenen Gesetz vom Bundestag beschlossen werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Mai 2022 um 15:00 Uhr.