Logo des Meta-Konzerns auf einem Smartphone | dpa

Verschärfte Aufsicht Kartellamt prüft Meta genauer

Stand: 04.05.2022 13:36 Uhr

Die Bundeskartellamt hat die "überragende marktübergreifende Bedeutung" des Konzerns Meta festgestellt. Dadurch bekommt die Behörde mehr Möglichkeiten, gegen Praktiken des Facebook-Eigentümers vorzugehen.

Von Sebastian Tittelbach, WDR

Mit 3,5 Milliarden Nutzern weltweit und einem Jahresgewinn von 40 Milliarden US-Dollar sei Meta ein zentraler Spieler im Bereich der sozialen Medien, stellt Kartellamtschef Andreas Mundt fest. Aber die Kartellwächter hatten bislang große Mühe, den kalifornischen Konzern in seine Schranken zu weisen. Damit soll jetzt Schluss sein. Für die nächsten fünf Jahre unterliegt Meta der besonderen Missbrauchsaufsicht durch das Bundeskartellamt. Meta hat erklärt, diesen Beschluss zu akzeptieren.

Dadurch bekommt die Behörde mehr Befugnisse. Ein Ergebnis könnte sein, dass Verfahren gegen den Meta deutlich schneller abgeschlossen werden können als bisher. So streiten sich der Konzern und das Bundeskartellamt seit mehr als drei Jahren, ob Meta die Nutzerdaten seiner vielen Dienste zusammenführen darf.

Genaue Metaverse-Prüfung

Das Bundeskartellamt will sich auch das sogenannte Metaverse genauer ansehen. Diese virtuelle 3D-Welt gilt als das große Zukunftsprojekt von Meta.

Von der großen amerikanischen Tech-Unternehmen steht bereits der Google-Mutterkonzern Alphabet unter besonderer Beobachtung durch das Bundeskartellamt. Gegen Amazon und Apple hat das Amt ebenfalls Verfahren eingeleitet.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell Radio am 04. Mai 2022 um 13:38 Uhr.