Antrag für Corona-Hilfen des Bundes | dpa

Staatliche Hilfen für Firmen Erste Auszahlungen der Überbrückungshilfe IV

Stand: 17.01.2022 17:32 Uhr

Der Bund startet die nächste Runde der staatliche Corona-Hilfen für Betriebe in Not. Die ersten Abschlagszahlungen der Überbrückungshilfe IV sollen in dieser Woche an Unternehmen mit hohen Einbußen fließen.

Firmen mit hohen Corona-Einbußen sollen ab dieser Woche die ersten Abschlagszahlungen der Überbrückungshilfe IV erhalten. Diese richtet sich an Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro im Jahr. Sie können nun 50 Prozent der beantragten Zuschüsse bekommen, maximal aber 100.000 Euro im Monat. Der Bund zahlt die Zuschüsse für Firmen, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent nachweisen können im Vergleich zum November 2019.

Mit den Abschlagszahlungen werde die Zeit bis zur regulären Bewilligung des Antrags überbrückt, erklärte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. "Es gibt bei der Umsetzung der Überbrückungshilfe IV keinerlei Verzögerungen."

Programm läuft bis Ende März

Vergangene Woche hatten mehrere bayerische Wirtschaftsverbände inklusive der IHK München und Oberbayern - die in staatlichem Auftrag die Hilfsanträge in Bayern bearbeitet - dem Bund Verzögerungen beim Start des Programms vorgeworfen. Bei den Corona-Hilfsprogrammen des Bundes und der Länder hatte es von Unternehmen immer wieder den Vorwurf schleppender Auszahlungen gegeben.

Die Überbrückungshilfe IV läuft bis Ende März. "Nachdem jetzt Abschläge ausgezahlt werden, beginnt das reguläre Bearbeitungsverfahren wie geplant im Februar", so der Ministeriumssprecher. So sei auch bei früheren Hilfsprogrammen verfahren worden.

Bislang rund 10.000 Anträge für verlängerte Neustarthilfe

Für Soloselbständige, die coronabedingte Umsatzeinbußen verzeichnen, aber aufgrund geringer Fixkosten kaum von der Überbrückungshilfe IV profitieren, gibt es zudem die sogenannte "Neustarthilfe". Auch dieses Programm ist verlängert worden. Kurz nach dem Start der Antragstellung sind 10.000 Anträge gestellt worden. Laut der Nachrichtenagentur dpa lag das Fördervolumen bei rund 37 Millionen Euro. Je nach Höhe des Umsatzausfalls stehen laut Ministerium bis zu 1500 Euro pro Monat zur Verfügung.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 17. Januar 2022 um 15:55 Uhr.