Kontrollpersonal im Zug der Deutschen Bahn | dpa

Deutsche Bahn Schaffner kontrollieren 3G im Nahverkehr

Stand: 08.12.2021 10:15 Uhr

Die Bahn weitet die 3G-Kontrollen im öffentlichen Nahverkehr aus. Ab heute soll der Nachweis über eine Impfung, die Genesung oder einen aktuellen Test stichprobenartig vom Zugpersonal überprüft werden.

Die Deutsche Bahn kontrolliert ab heute verstärkt die Einhaltung der 3G-Pflicht im öffentlichen Nahverkehr. Dafür werden künftig die Schaffner bei der Kontrolle der Tickets auch die Vorlage eines gültigen Nachweises über Impfung, Genesung oder aktuellen Corona-Test verlangen. Bislang hatte diese Aufgabe vor allem das Sicherheitspersonal übernommen.

Die Kontrollen im Nahverkehr würden stichprobenartig durchgeführt, teilte der Konzern mit. Es werde auch weiterhin nur dann nach dem 3G-Nachweis gefragt, wenn die Kontrolleure von Sicherheitspersonal begleitet werden. Außerdem würden stets zwei Mitarbeitende bei der Kontrolle eingesetzt, um die Sicherheit der Bahn-Beschäftigten im Nahverkehr zu gewährleisten, hieß es.

2500 Euro Bußgeld bei Verstößen

Seit dem 24. November dieses Jahres ist die 3G-Regel im Nahverkehr gültig. Wer keinen entsprechenden Nachweis vorweisen kann, muss den Zug an der nächsten Station zu verlassen. Außerdem droht bei Verstößen ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro. Die Bundesregierung hatte die Änderungen im Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht, um die Kontakte noch einmal zu senken und Ansteckungen mit dem Corona-Virus zu reduzieren.

Bereits im Vorfeld hatte es vor allem von den Gewerkschaften viel Kritik an der Regel gegeben. So hatte etwa der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert, dass man die Sicherheit des Personals nicht gewährleisten könne, sollten Schaffner die 3G-Nachweise prüfen. Stattdessen sei das eine Aufgabe für die Bundespolizei. Die Bahn teilte als Reaktion mit, dass Kundenbetreuer, die nun auch diese Aufgabe übernehmen sollen, im Vorfeld speziell geschult worden seien.

Bahn sieht hohe Akzeptanz

Eine positive Zwischenbilanz zieht die Bahn aus den bislang stattgefunden Kontrollen: Im Fernverkehr hätten sich rund 99 Prozent der Fahrgäste an die Regelung gehalten, teilte der Konzern mit. "Die neue 3G-Regel wird durch die Fahrgäste begrüßt und breit akzeptiert. Das zeigen unsere Kontrollen", sagte der Leiter der Konzernsicherheit Hans-Hilmar Rischke Anfang Dezember. Nur in Einzelfällen sei ein Eingreifen der Bundespolizei nötig gewesen.

Nach ersten Erhebungen zeichne sich auch im Regionalverkehr ein ähnliches Bild: Fahrgäste hätten eine hohe Akzeptanz für die neuen Maßnahmen. Bislang hätten nur rund drei Prozent der Kontrollierten im Nahverkehr keinen gültigen 3G-Nachweis vorlegen können.