US-Präsident Donald Trump umringt von seinem Sohn Eric Trump, Tochter Ivanka und Sohn Donald Trump Jr. | Bildquelle: REUTERS

Offenlegung von Finanzgeschäften Trumps klagen gegen Deutsche Bank

Stand: 30.04.2019 08:16 Uhr

Die Finanzgeschäfte von US-Präsident Trump bleiben ein Streitfall: Gegen die jüngsten Ermittlungen wehrt sich die Familie mit einer Klage gegen die Deutsche Bank. Die hatte früher enge Verbindungen zu Trump.

US-Präsident Donald Trump und seine Familie haben die Deutsche Bank verklagt. Damit wollen sie verhindern, dass das Geldhaus Finanzunterlagen an zwei Komitees des US-Kongresses aushändigt und so Details zu den Finanzgeschäften der Familie offengelegt werden. Die Vorladungen an die Deutsche Bank und den Finanzkonzern Capital One hätten keine rechtliche Basis, heißt es in der Klage, die im Namen Trumps, seiner Kinder Donald Jr., Eric und Ivanka und einer seiner Firmen erhoben wurde.

Haben andere Staaten Trump beeinflusst?

Von der Deutschen Bank und den anderen Beteiligten war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Bereits vergangene Woche hatte Trump ähnliche Klagen gegen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie das Aufsichtskomitee des Repräsentantenhauses einreichen lassen.

Die Demokraten im US-Kongress fordern im Zuge ihrer Untersuchungen zu Trumps Finanzgeschäften die Herausgabe von Finanzdaten. Dabei geht es um die Frage, ob andere Staaten versucht haben, die Politik der USA zu beeinflussen. Untersucht werden sollen auch mögliche Verbindungen nach Russland. Das Geheimdienstkomitee und der Finanzausschuss hatten den Banken entsprechende Vorladungen zugestellt. Nach Informationen der "New York Times" müssen auch JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup Unterlagen liefern.

Trump-Anwälte wittern politische Kampagne

Lange Zeit war die Deutsche Bank nach Informationen der "New York Times" eines der wenigen Geldinstitute, mit denen Trump noch in Geschäftsbeziehungen stand. Zu Beginn der Amtszeit soll der Schuldenstand Trumps bei dem Bankhaus bei 300 Millionen Dollar gelegen haben.

Nach Darstellung der Anwälte der Familie Trump verfolgten die Anträge das Ziel, den Präsidenten "zu belästigen und jeden Aspekt seiner persönlichen Finanzen, seiner Geschäfte sowie privaten Informationen über ihn und seine Familie zu durchwühlen und nach jeglichem Material zu durchforsten, das benutzt werden könnte, um ihm politisch zu schaden", zitierte CNN aus der Klage von Trumps Anwälten. "Es gibt keinen anderen Grund als eine politische Absicht" für die Herausgabe der Unterlagen, hieß es demnach weiter. In den USA wird 2020 ein neuer Präsident gewählt.

Trumps verklagen Deutsche Bank
Martina Buttler, ARD Washington
30.04.2019 08:26 Uhr

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 30. April 2019 um 08:06 Uhr.

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