Karte China Peking default

Ex-Chef von chinesischem Staatsbetrieb Todesurteil wegen Untreue

Stand: 11.12.2014 10:57 Uhr

In China ist der frühere Chef eines Staatsunternehmens wegen Korruption zum Tode verurteilt worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurde der ehemalige Geschäftsführer der Baiyun Industrial and Agricultural Corporation, Zhang Xinhua, bereits am Mittwoch wegen Bestechlichkeit und Untreue verurteilt. In dem Prozess sei es um eine Summe von insgesamt fast 400 Millionen Yuan gegangen, umgerechnet rund 52 Millionen Euro.

Das Gericht in der Stadt Guangzhou im Süden Chinas sah es dem Bericht zufolge als erwiesen an, dass Zhang seit 2003 mehr als 280 Millionen Yuan an Firmenkapital unterschlagen hatte. Außerdem habe er Bestechungsgelder in Höhe von rund 95 Millionen Yuan angenommen. Zhang legte bereits Rechtsmittel gegen das Urteil ein.

Am Mittwoch war bereits der frühere Vize-Direktor der staatlichen Planungskommission, Liu Tienan, wegen Bestechlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Laut Gericht hatte er umgerechnet 4,8 Millionen Euro von verschiedenen Geschäftsleuten erhalten.

Kampf gegen Korruption

Chinas Präsident Xi Jinping hatte zu seinem Amtsantritt ein hartes Durchgreifen gegen Korruption auf allen Ebenen angekündigt und gewarnt, die verbreitete Bestechlichkeit könne die Kommunistische Partei zerstören. Das höchste ehemalige KP-Mitglied, gegen das derzeit wegen Korruption ermittelt wird, ist der frühere Sicherheitschef Zhou Yongkang. Gegen frühere Spitzenbeamte wird jedoch nur äußerst selten die Todesstrafe verhängt. Zuletzt war im Jahr 2011 der ehemalige Vize-Bürgermeister der Stadt Hangzhou, Xu Maiyong, wegen Korruption und Amtsmissbrauchs hingerichtet worden.

Xi Jiping

Xi Jiping kündigte an, hart gegen Korruption vorzugehen.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

avatar
Theo Hundert 11.12.2014 • 17:24 Uhr

Mit gleichem Maß?

Ich würde mal gerne wissen was Foristen die die Todestrafe in US Bundesstaaten verteidigen über dieses Urteil denken.