Abspaltung der Zeitschriftensparte Time Warner trennt sich von "Time"

Stand: 07.03.2013 11:58 Uhr

Cover des Magazins Time
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Das Magazin "Time" erscheint seit 1923.

Der US-Medienkonzern Time Warner trennt sich von seiner Zeitschriftensparte. Der Konzernbereich, zu dem neben dem Flaggschiff "Time" weitere 20 Magazine wie "People" und "Sports Illustrated" gehören, solle als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen bis zum Jahresende abgetrennt werden, teilte der Konzern mit. Der Vorstandsvorsitzende Jeff Bewkes sagte, die Ausgliederung des Verlages bringe dem Mutterkonzern "strategische Klarheit" und versetze ihn in die Lage, sich auf seine TV-Sender, Film- und Fernsehproduktionssparten zu konzentrieren.

Stellenabbau angekündigt

Die Verlagssparte des Konzerns kämpft gegen die Abwanderung von Lesern und Anzeigen ins Internet. Der Unternehmensbereich hatte bereits angekündigt, fast 500 seiner 8000 Jobs zu streichen. Die Magazine sorgten im vergangenen Jahr für einen Umsatz von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro.

Die Entscheidung des Medienkonzerns, der seinen Namen beibehalten will, kam nicht überraschend. Unter Konzernchef Bewkes trennte sich Time Warner bereits von AOL und Time Warner Cable, die beide inzwischen unabhängige und börsennotierte Unternehmen sind.

Ausgaben der Zeitschrift Fortune
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21 Zeitschriften gehören zur Sparte, die Time Warner abspalten will - darunter "Fortune" ...

Ausgaben der Zeitschriften People und Sports Illustrated
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... und andere bekannte Magazine wie "People" und "Sports Illustrated".

Einnahmen aus dem Fernsehgeschäft

Time Warner verdient sein Geld vor allem mit seinen Fernsehsendern. Zum Konzern gehören CNN, der Unterhaltungskanal TNT und der Bezahlsender HBO. Zweites großes Standbein ist das 1918 gegründete Filmstudio Warner Bros. 1990 hatte sich die Gruppe mit dem Verlag des 1923 gegründeten Magazin "Time" zusammengeschlossen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 7. März 2013 um 14:30 Uhr.

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