Elon Musk | Bildquelle: dpa

Einigung mit Börsenaufsicht Tesla-Chef wird teilweise entmachtet

Stand: 11.03.2019 16:29 Uhr

Der Elektroautokonzern Tesla hat den Streit mit der US-Börsenaufsicht beigelegt: Elon Musk muss den Chefposten im Aufsichtsrat abgeben und Reformen im Konzern akzeptieren. Er bleibt aber an der Spitze des Vorstands.

Elon Musk wird als Chef des Aufsichtsrats des Elektrautokonzerns Tesla zurücktreten. Diese Zusage machte er als Teil einer Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC im Streit über Tweets von Musk über einen angeblich geplanten Börsenrückzug. Der Vereinbarung zufolge legt der Manager zwar den Vorsitz im Aufsichtsrat für mindestens drei Jahre nieder, kann aber seinen Posten als Vorstandschef des Unternehmens behalten.

Tesla und Musk müssen zudem jeweils 20 Millionen Dollar zahlen, teilte die SEC mit. Der Vergleich, dem ein Gericht noch zustimmen muss, sieht den Angaben zufolge zudem Reformen bei dem Autobauer vor. Dazu zählt die Berufung von zwei unabhängigen Direktoren in den Verwaltungsrat.

Musk und Tesla hätten einer entsprechenden Einigung im Streit um Vorwürfe des Aktienbetrugs zugestimmt, teilte die SEC mit. Der Unternehmer musste dabei aber eine Schuld weder einräumen noch bestreiten.

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Tesla muss als Teil des Vergleichs 20 Millionen Dollar Strafe zahlen und zwei unabhängige Direktoren in den Verwaltungsrat aufnehmen.

Aktienkurs war nach Klage eingebrochen

Die SEC hatte Musk vor dem US-Bundesgericht Manhattan wegen Betrugs verklagt. Er habe "falsche und irreführende" Twitter-Nachrichten über einen angeblich geplanten Börsenrückzug des Autobauers verfasst. Musk ließ daraufhin erklären, er habe nichts Falsches getan und sei traurig und enttäuscht über die Klage. Er habe immer im Sinne der Wahrheit, der Transparenz und der Investoren gehandelt. Der Aktienkurs des Unternehmens war am Freitag unter dem Eindruck der Klage um mehr als elf Prozent gesunken.

Musk hatte Anfang August mit einem Tweet für Wirbel gesorgt, wonach er einen Rückzug des Elektroautobauers von der Börse ins Auge fasse und die Finanzierung dafür "gesichert" sei. An den Aktienmärkten sorgte die unkonventionelle Ankündigung für Unruhe. Ende August machte Musk dann einen Rückzieher: Hatte er zuvor noch argumentiert, dass die Unabhängigkeit des Unternehmens von der Gunst der Börsenanleger gut für Tesla sei, kündigte er in einem Blog-Eintrag an, der Verbleib an der Börse sei doch der "bessere Weg für Tesla".

Tesla Chef Musk ist als Chef des Aufsichtsrates zurückgetreten.
Marcus Schuler, ARD Los Angeles
30.09.2018 06:48 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. September 2018 um 04:55 Uhr.

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