Flugbegleiter der Lufthansa  | Bildquelle: dapd

Lufthansa und UFO Wieder keine Einigung auf Schlichtung

Stand: 16.01.2020 17:32 Uhr

Eine Schlichtung sollte es richten, doch nicht einmal darauf konnten sich die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft UFO einigen. Die Gespräche sind auch im dritten Anlauf gescheitert.

Im Tarifstreit der Lufthansa mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO ist auch der dritte Versuch gescheitert, eine Schlichtung zu vereinbaren. Man habe sich nicht über eine damit verbundene Mediation einigen können, erklärte die Gewerkschaft nach einem Gespräch mit dem Unternehmen und den designierten Schlichtern Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise.

"Es gibt kein Ergebnis", hieß es weiter. Man werde sich in den kommenden Tagen zu den Gründen des Scheiterns und zur weiteren Vorgehensweise äußern. Zunächst wolle sich UFO mit Rechtsexperten abstimmen. Eine Sprecherin der Lufthansa bestätigte, dass die Gespräche ergebnislos verlaufen seien. Die Lufthansa wolle die Situation nun intern bewerten.

Vertrauensverhältnis tief gestört

Lufthansa und UFO sind seit Monaten zerstritten, wobei es stärker um die grundsätzliche Zusammenarbeit der Tarifparteien und weniger um konkrete Forderungen für die rund 22.000 Flugbegleiter geht. Der Konzern zweifelt die Vertretungsbefugnis von UFO für das Kabinenpersonal an und sieht die "Gewerkschaftseigenschaft" ungeklärt. Das Vertrauensverhältnis ist tief gestört.

UFO rief im vergangenen Jahr dreimal zum Ausstand auf: zu einem Warnstreik und zwei reguläre Streikwellen bei verschiedenen Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns auf. Rund 2000 Flüge fielen aus.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 16. Januar 2020 um 18:05 Uhr.

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