Ein Lehrer steht an der Tafel und schreibt. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Öffentlicher Dienst Ver.di will sechs Prozent mehr Lohn

Stand: 20.12.2018 17:10 Uhr

Im Januar steht für den Öffentlichen Dienst eine neue Tarifrunde an. Sechs Prozent mehr Gehalt will ver.di durchsetzen. Gewerkschaftschef Bsirske stellt sich schon jetzt auf schwierige Verhandlungen ein.

Im kommenden Jahr sollen die Tarife für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst der Länder neu ausgehandelt werden. Die Gewerkschaft ver.di hat nun ihre Forderungen festgelegt: Sechs Prozent mehr Gehalt soll es geben, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Lohnplus wäre laut ver.di "gut finanzierbar"

Sollte mit der Arbeitgeberseite ein Kompromiss gelingen, soll die neue Tarifvereinbarung anschließend auch auf die Beamten von Ländern und Kommunen übertragen werden. Insgesamt geht es also um bundesweit rund 2,3 Millionen Beschäftigte. Hinzu kommen etwa eine Million Pensionäre, die ebenfalls vom neuen Tarifabschluss profitieren sollen.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske hält die Forderungen für "sehr gut finanzierbar". Immerhin profitierten auch die Länder vom anhaltenden Konjunkturaufschwung und steigenden Steuereinnahmen. Allein im ersten Halbjahr 2018 hätten sie einen Überschuss von 13 Milliarden Euro erzielt.

Ver.di geht mit 6-Prozentforderung in die Tarifrunde 2019
tagesschau 17:00 Uhr, 20.12.2018, Griet von Petersdroff, RBB

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In vielen Berufen "brennt es lichterloh"

Ein guter Tarif mitsamt gutem Verdienst sei umso wichtiger, weil der Arbeitsmarkt "von einem Angebots- in einen Nachfragemarkt gekippt" sei. Es fehle an Fachkräften, hinzu kämen altersbedingt frei werdende Stellen. Bsirske warnte:

"In den Lehrerzimmern, Kliniken und Wachstuben brennt es lichterloh."

Darum müsse die Arbeit im Öffentlichen Dienst attraktiv sein, betonte der ver.di-Vorsitzende und wurde dann noch etwas drastischer: Nur schnelle Maßnahmen würden helfen, um den Öffentlichen Dienst zu retten.

Drohen neue Warnstreiks?

Die Forderung von ver.di richtet sich nach dem jüngsten Tarifabschluss für die Branche: Im Frühjahr waren für die Angestellten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen 7,5 Prozent mehr Lohn vereinbart worden.

Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Lander (TdL), der bis auf Hessen alle Bundesländer angehören, sollen am 21. Januar starten und könnten bis in den März andauern. Die letzte Verhandlungsrunde war von mehreren bundesweiten Warnstreiks begleitet worden.

Auch für die Tarifrunde im kommenden Jahr rechnet Bsirske mit schwierigen Verhandlungen. Immerhin würden die Forderungen, würden sie zu 100 Prozent umgesetzt, 6,4 Milliarden Euro kosten. Der neue Tarifvertrag soll für zwölf Monate gelten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Dezember 2018 um 17:00 Uhr.

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