Ein Schild mit dem blau-schwarzen Logo des Unternehmens "Tank & Rast"

Zuschlag für Konsortium um Allianz "Tank & Rast" wechselt den Besitzer

Stand: 03.08.2015 17:43 Uhr

Viele Autofahrer kennen sie: die Autobahn-Raststätten von "Tank & Rast". Nun ist das Unternehmen mit seinen mehreren hundert Raststätten, Tankstellen und Hotels verkauft worden. Neuer Besitzer ist ein Konsortium um den Versicherungsriesen Allianz.

Ein Großteil der Tankstellen, Raststätten und Hotels an deutschen Autobahnen wechselt den Besitzer. Künftig gehören die Einrichtungen von "Tank & Rast" einem Konsortium um den Versicherungsriesen Allianz, wie das Unternehmen mitteilte. Zu der Käufergruppe gehören demnach auch der kanadische Infrastruktur-Fonds Borealis, der Staatsfonds von Abu Dhabi, ADIA, und die Münchener-Rück-Tochter MEAG. Das Konsortium habe 100 Prozent der Anteile gekauft.

Zum Kaufpreis für die 390 Raststätten, 350 Tankstellen und 50 Hotels äußerte sich die Allianz nicht. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf Insider, dass das Konsortium 3,5 Milliarden Euro geboten und dafür den Zuschlag erhalten habe. Der einstige Staatsbetrieb "Tank & Rast" gehörte zuletzt jeweils zur Hälfte dem Finanzinvestor Terra Firma und einem Fonds der Deutschen Bank.

Allianz war schon einmal an "Tank & Rast" beteiligt

Insgesamt sollen vier Bieter Angebote für "Tank & Rast" abgegeben haben, schreibt Reuters weiter. Der chinesische Staatsfonds CIC soll demnach ähnlich hoch geboten haben wie das Allianz-Konsortium. Die Entscheider hätten aber den Deutschen die Führung des Unternehmens eher zugetraut. Auch der australische Infrastruktur-Investor Macquarie und der italienische Autobahn-Konzessionär Atlantia sollen den Hut in den Ring geworfen haben.

Das Unternehmen "Tank & Rast" ging 1994 aus der bundeseigenen Gesellschaft für Nebenbetriebe der Bundesautobahnen und der Ostdeutschen Autobahntankstellengesellschaft hervor. 1998 verkaufte der Bund seine Anteile an ein privates Konsortium. Schon damals beteiligten sich die Allianz Capital Partners (ACP) an dem Unternehmen, stiegen jedoch 2004 wieder aus.

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