Der Supercomputer Tianhe-2 in China.

Top 500 der schnellsten Rechner China bleibt Supercomputer-Supermacht

Stand: 17.11.2014 16:32 Uhr

Im weltweiten Ranking der Supercomputer kommt keiner an China vorbei. Zum vierten Mal in Folge rangiert die Rechenanlage "Tianhe-2" ("Milchstraße") in der Liste der schnellsten Supercomputer der Welt auf dem ersten Platz.

Die in Anlage kommt auf eine Rechenleistung von 33,86 Petaflops (Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde). Sie wird von der National University of Defense Technology (NUDT) betrieben.

Deutschland ist unter den Top Ten weiterhin nur mit einer Anlage vertreten: Die von IBM erbaute "Juqueen" am Forschungszentrum Jülich in Nordrhein-Westfalen konnte sich mit 5,0 Petaflops wiederholt auf dem achten Platz halten.

Der Schweizer Supercomputer "Piz Daint" in Lugano
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Der schnellste in Europa: Superrechner "Piz Daint" steht im schweizerischen Lugano.

Europas schnellster Rechner steht in der Schweiz: "Piz Daint" vom amerikanischen Hersteller Cray liefert in Lugano am Swiss National Supercomputing Center eine Leistung von 6,27 Petaflops. Insgesamt finden sich auf der zweimal im Jahr veröffentlichten Liste der Top 500 aus Europa 130 Systeme - bei der letzten Auflistung im Juni waren es noch 116.

Die meisten Supercomputer betreiben weiterhin mit Abstand die USA - auch wenn die Zahl von 233 auf 231 Anlagen leicht sank. Die Länder in Asien betreiben noch 120 Supercomputer (132 im Juni). Neben "Tianhe-2" schaffte es auch der K-Computer von Fujitsu in Japan am Riken Advanced Institute for Computational Science (Platz vier) unter die Top Ten.

Die einzige neue Anlage in den Top Ten ist eine von Cray mit einer Leistung von 3,57 Petaflops, die den Herausgebern der Liste zufolge an einem unbekannten Ort in den USA im Dienst der Regierung steht. Sonst gab es unter den ersten zehn Plätzen nur wenig Veränderung.

Die Top 500 im Rahmen der "International Supercomputer Conference" abwechselnd in den USA und in Deutschland veröffentlicht. Die Liste geht zurück auf die Initiative des Mannheimer Informatikers Hans Werner Meuer, der im Januar starb.

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