Hintergrund

Chronik Streiks im deutschen Luftverkehr

Stand: 28.08.2012 15:28 Uhr

Tarifkonflikte haben in den vergangenen Jahren häufiger den Flugverkehr in Deutschland behindert. Besonders oft traf es in jüngster Zeit das Drehkreuz Frankfurt am Main. Einige Beispiele:

Warteschlangen am Flughafen Hamburg
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Warteschlangen am Flughafen Hamburg

  • 27. März 2012: Wegen eines Warnstreiks am Frankfurter Flughafen fallen mehr als 400 Flüge aus. Die Gewerkschaft ver.di hatte an zahlreichen deutschen Verkehrsflughäfen ihre Mitglieder aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Die Mitarbeiter der Feuerwehr, Gepäckabfertigung und der Bodenverkehrsdienste sorgen über Stunden dafür, dass am Airport nicht mehr viel geht.

  • 21. März 2012: Am Frankfurter Flughafen fallen während eines fünftägigen Arbeitskampfes mehr als 1700 Flüge mit rund 170.000 Passagieren aus. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will für Verkehrsdisponenten, Vorfeldlotsen und Flugzeug-Einweiser mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen erzwingen.

  • Februar 2010: Die Pilotengewerkschaft Cockpit beginnt bei der Lufthansa einen auf drei Tage anberaumten Streik. Zehntausende Passagiere richten sich darauf ein, dass sie ihre Reisen nicht antreten können. Am ersten Abend einigen sich beide Seiten bei einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht.

  • Juli 2008: Ein 36-stündiger Pilotenstreik beeinträchtigt den Europaverkehr der Lufthansa massiv. Rund 900 Flüge fallen aus.

  • Mai 2001: Der erste Pilotenstreik in der Geschichte der Lufthansa führt auf allen großen deutschen Flughäfen zu Behinderungen. Betroffen sind 350 von 1120 geplanten Flügen. Die Streiks werden in den folgenden Wochen fortgesetzt. Im Juli einigen sich die Tarifparteien auf Einkommensverbesserungen.

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