Streik in Spanien

Gegen Zapateros Reformkurs Erster Generalstreik seit acht Jahren in Spanien

Stand: 29.09.2010 16:50 Uhr

Mit einem Generalstreik protestierten die spanischen Gewerkschaften gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung. Zehn Millionen Menschen hätten ihre Arbeit niedergelegt, teilten die Gewerkschaften mit. Die Regierung bezeichnete diese Zahlen jedoch als zu hoch gegriffen. Es ist der erste Generalstreik seit acht Jahren in dem von der Wirtschaftskrise schwer getroffenen Land.

Auswirkungen des Streiks in Spanien machten sich im öffentlichen Verkehr bemerkbar. An Bus- und Bahnhaltestellen bildeten sich lange Schlangen. Etwa 80 Prozent aller Fahrten der spanischen Hochgeschwindigkeitszüge wurden abgesagt, von den Pendlerzügen fuhr nur jeder Vierte. In der Nacht legten nach Angaben der Gewerkschaften bereits zahlreiche Schichtarbeiter wie etwa Gebäudereiniger ihre Arbeit nieder. Vor Fabriken marschierten Streikposten auf. Weil Streikende auch Großmärkte blockierten, wurden in den Supermärkten weniger Frischwaren angeboten. Die Zeitungen erschienen mit Notausgaben und waren mancherorts gar nicht zu haben, weil der Vertrieb bestreikt wurde.

Flugausfälle auch in Deutschland

Der Flugverkehr war erheblich gestört. Die spanische Regierung hatte mit den Gewerkschaften vereinbart, dass auf europäischen Routen mindestens 20 Prozent der Flüge aufrechterhalten werden sollten. Alle Inlandsflüge und die meisten internationalen Verbindungen von und nach Spanien seien abgesagt worden, teilte Ryanair mit. Die Fluggesellschaft Iberia ging von nur 35 Prozent aller Flüge aus, die sie aufgrund der Arbeitsniederlegungen zu bedienen hoffte. Der Streik hatte auch Auswirkungen in Deutschland. Am Frankfurter Flughafen etwa fielen ein Drittel aller Spanien-Flüge aus.

Generalstreik in Spanien
tagesschau 20:00 Uhr, 29.09.2010, Thomas Schneider, ARD Madrid

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Gegen Zapateros Politik

Die Arbeitsmarktreform von Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero war Anfang September vom Parlament gebilligt worden. Demnach wird es künftig für Firmen einfacher und kostengünstiger, Mitarbeiter zu entlassen. Zudem wird es Arbeitslosen erschwert, ein Job- oder Weiterbildungsangebot auszuschlagen. Unter anderem drohen Leistungskürzungen, sollten sie Angebote ablehnen. Spaniens Arbeitslosenquote ist nach dem Ende des Bau-Booms 2007/2008 auf 20 Prozent hochgeschnellt, so hoch wie in keinem anderen Land der Eurozone.

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