UFO-Mitglied in Streikweste | Bildquelle: dpa

Geplanter UFO-Streik Eurowings streicht vorerst 54 Flüge

Stand: 28.12.2019 23:16 Uhr

Mit einem Angebot an UFO hatte Lufthansa den angekündigten Streik über den Jahreswechsel doch noch abwenden wollen: Doch die Gewerkschaft lehnte ab. Jetzt wurden erste Flüge abgesagt.

Eurowings hat wegen des angekündigten Streiks der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO zahlreiche Flüge gestrichen. Am Montag und am Dienstag fallen wegen des Streiks voraussichtlich jeweils 54 überwiegend innerdeutsche Verbindungen aus, wie aus einer Übersicht auf der Internetseite des Unternehmens hervorging. Auch Flüge nach Wien und Zürich sind demnach betroffen. Für den 1. Januar gibt es bisher noch keine Angaben.

Das kurzfristige Entgegenkommen der Lufthansa-Tochter im Tarifkonflikt mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO sei kein Grund, den Aufruf zur Arbeitsniederlegung zurückzunehmen, hatte UFO zuvor in einem Schreiben an ihre Mitglieder mitgeteilt. "Wir haben Germanwings auf deren Nachfrage heute telefonisch noch einmal mitgeteilt, was es braucht, um den Streik noch abzusagen", heißt es in dem Brief der Tarifkommission. UFO habe klare Forderungen gestellt, über die sie auch weiter verhandeln würde, "zur Not auch morgen, aber dazu kam leider keine Antwort außer dieser polemischen Pressemitteilung".

Germanwings bietet Schlichtungsgespräche an

Zuvor war Germanwings der Gewerkschaft im zentralen Streitpunkt entgegengekommen: Germanwings biete "den Tarifvertrag Teilzeit der Lufthansa vollumfänglich und mit sofortiger Wirkung an", teilte Eurowings mit, für die Germanwings ihre Flüge ausführt. Zudem bot man UFO Schlichtungsgespräche für alle weiteren offenen Tarifthemen an.

Damit stand kurzzeitig eine Absage des Streiks im Raum. Im Gespräch mit der Tarifkommission entschied man sich dann allerdings doch gegen die Absage - und drohte in dem Brief an die Mitglieder sogar mit einer Ausdehnung des Streiks: "Ganz im Gegenteil fürchten wir, bei der Kommunikation des Managements, dass drei Tage noch lange nicht genug sein werden."

Sonderflugplan für Streiktage

Damit drohen von Montag 00.00 Uhr bis Mittwoch 24.00 Uhr weiter Dutzende Flugausfälle. An den Streiktagen soll ein Sonderflugplan gelten. Eurowings hatte bereits erklärt, man wolle die Auswirkungen des Streiks auf die Fluggäste so gering wie möglich halten und einen Sonderflugplan für diesen Zeitraum erarbeiten. Dabei sei zu berücksichtigen, dass Germanwings nur für 30 der rund 140 Eurowings-Flugzeuge zuständig sei.

In dem Konflikt zwischen UFO und dem Lufthansa-Konzern gab es bereits Streiks. Dabei fielen mehr als 1000 Flüge aus, etwa 200.000 Passagiere waren betroffen. Gestritten wird unter anderem um Zulagen und Arbeitsbedingungen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. Dezember 2019 um 18:00 Uhr.

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