Buntstifte | Bildquelle: dpa

Stiftung Warentest Jedes vierte Produkt für Kinder hat Mängel

Stand: 06.12.2018 11:58 Uhr

Buntstifte, Laufräder, Autositze: Die Stiftung Warentest hat Kinderprodukte untersucht - und in jedem vierten Mängel entdeckt. Manche hätten wegen überschrittener Grenzwerte nicht verkauft werden dürfen.

Jedes vierte Produkt für Kinder ist nach Angaben von Stiftung Warentest unsicher. Von rund 278 untersuchten Produkten hätten 79 "schwerwiegende Sicherheitsmängel", teilte die Stiftung mit.

Produkte für Kinder schnitten in puncto Sicherheit deutlich schlechter ab als andere Konsumgüter, sagte Stiftungsvorstand Hubertus Primus. "Sie bergen Unfallgefahren, sind schadstoffbelastet oder versagen bei der Datensicherheit." Bei Kinderprodukten fallen demnach 28 Prozent in Tests der Stiftung durch, im Durchschnitt aller Produkte seien es nur sieben Prozent.

Krebserregende Schadstoffe nachgewiesen

Die Stiftung konnte nach eigenen Angaben reizende und krebserregende Schadstoffe in jedem fünften Produkt nachweisen. Dazu zählten Buntstifte, Spielschleim oder Laufräder. Einige Produkte übersteigen die zulässigen Grenzwerte und hätten gar nicht verkauft werden dürfen.

Erhebliche Gesundheitsgefährdung: Stiftung Warentest warnt vor schwerwiegenden Mängeln bei Produkten für Kinder
tagesschau 17:00 Uhr, 06.12.2018, Stefanie Groth, RBB

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Weitere Produkte sind laut Stiftung unsicher und bergen Unfallrisiken, darunter auch Matratzen. Jeder zweite Kinderhochstuhl fiel durch, weil Kinder unter dem Haltebügel hindurch aus dem Stuhl rutschen können und möglicherweise mit dem Kopf hängen bleiben. Anschnallgurte an Fahrradsitzen ließen sich kinderleicht öffnen, Baby-Webcams warnen nicht, wenn die Verbindung abbricht.

Tester kritisieren digitale Kinderspielzeuge

Auch digitale Kinderspielzeuge stehen in der Kritik, wie etwa intelligente Roboter und Plüschbären, die Sprachnachrichten vom Handy empfangen können. Drei Mal stießen die Tester auf ungesicherte Funkverbindungen zum Handy.

Bundesverbraucherministerin Katarina Barley nannte die schlechte Bewertung vieler Produkte erschreckend. Kinderprodukte seien besonders sensibel. Kritisch sieht sie vor allem die Möglichkeit, Kinder über Spielzeug auszuspionieren und zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen. Spielzeug werde so zu einem "Einfallstor für eine besorgniserregende Entwicklung".

Über dieses Thema berichtete am 06. Dezember 2018 tagesschau24 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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