Das Steigenberger Grandhotel Petersberg bei Bonn | Bildquelle: dpa

Ägyptischer Besitzer Steigenberger-Hotels an Chinesen verkauft

Stand: 04.11.2019 13:22 Uhr

Die Hotelgruppe Steigenberger wechselt den Eigentümer: Der chinesische Hotelbetreiber Huazhu übernimmt die Traditionsmarke und weitere Hotelgruppen für 700 Millionen Euro.

Der chinesische Hotelbetreiber Huazhu kauft die Steigenberger-Dachgesellschaft Deutsche Hospitality für 700 Millionen Euro vom ägyptischen Tourismus-Unternehmer Hamed El-Chiaty. Das teilte der neue Eigentümer der Hotelgruppe mit. Zur Deutsche Hospitality gehören insgesamt 118 Hotels in 19 Ländern, darunter die Marken Steigenberger, IntercityHotel, MAXX by Steigenberger, Jaz in the City und die erst im vergangenen Jahr erworbene dänische Kette Zleep Hotels. Bis 2024 will Deutsche Hospitality auf 250 Standorte expandieren.

„Deutsche Qualität und asiatische Geschwindigkeit“

Huazhu ist an der New Yorker Börse Nasdaq gelistet und betreibt nach eigenen Angaben mehr als 5000 Hotels in 400 Städten unter 18 Marken. Gemessen an der Anzahl der Zimmer ist das Unternehmen demnach der neuntgrößte Hotelbetreiber der Welt. „Die Übernahme der Deutschen Hospitality beschleunigt Huazhus Wachstumsstrategie“, teilte das Unternehmen mit. Sie treibe das Umsatzwachstum im Upscale- und Luxussegment in Asien und insbesondere in China voran und trage zum Ausbau der internationalen Präsenz bei. Die Gruppe wolle künftig „für europäische Gastlichkeit, deutsche Qualität und asiatische Geschwindigkeit“ stehen, sagte Huazhu-Vorstandschefin Jenny Zhang.

Der "Frankfurter Hof" soll im Besitz der Familie bleiben.
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Der "Frankfurter Hof" bleibt weiter im Besitz der Familie.

Steigenberger-Erben verkauften an ägyptischen Unternehmer

Der ägyptische Unternehmer El-Chiaty hatte die fast 90 Jahre alte Traditionsmarke Steigenberger 2009 von den Erben übernommen. Er habe das Erbe der Familie bewahrt und weiterentwickelt, sagte Huazhu-Gründer Qi Ji. Die Steigenberger-Hotel-Immobilien im Zentrum von Frankfurt am Main („Frankfurter Hof“) und am Frankfurter Flughafen sowie in Davos bleiben weiterhin in Familienbesitz.

2018 setzte Steigenberger 770 Millionen Euro um. Damit steigerte die Hotelgruppe den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 46 Millionen Euro.

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