Euro-Münze vor der italienischen Fahne

Zinsen für Staatsanleihen sinken Vertrauen in Italien kehrt langsam zurück

Stand: 30.08.2012 14:47 Uhr

Das Vertrauen der Investoren in die erfolgreiche Sanierung der italienischen Staatsfinanzen wächst. Das Regierung in Rom sammelte 7,29 Milliarden Euro bei den Anlegern ein und musste ihnen dafür deutlich niedrigere Zinsen bieten als zuletzt. Bei der Auktion zehnjähriger Staatsanleihen fiel die Rendite auf 5,82 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Ende März. Im Juli hatte Italien bei einer ähnlichen Versteigerung noch 5,96 Prozent bieten müssen.

Zinssätze sinken deutlich

Noch deutlicher zeigte sich die Entwicklung bei Papieren mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Rendite lag diesmal bei 4,73 Prozent und damit ebenfalls so niedrig wie zuletzt im März. Bei einer Aktion im Juli hatten die Investoren noch 5,29 Prozent verlangt. Auch für Papiere mit einer Laufzeit von sechs Monaten fiel der Zinssatz bei der aktuellen Versteigerung auf den niedrigsten Wert seit fünf Monaten.

Einen Beitrag zur Entlastung Italiens hatte die Europäische Zentralbank (EZB) geleistet. Sie hatte Anfang des Monats den Kauf weiterer Staatsanleihen von hoch verschuldeten Euro-Ländern in Aussicht gestellt. Das Programm soll Ländern wie Italien und Spanien helfen, ihre Refinanzierungskosten zu senken. Allerdings knüpfte EZB-Präsident Mario Draghi den Kauf der Papiere an Bedingungen.

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KOMMENTARE

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Senil Konfusius 30.08.2012 • 21:07 Uhr

Bloße Hurrameldung zur Beruhigung der Gemüter

Also wenn ich völlig pleite wäre, wer sollte mir da noch Geld leihen? Und falls doch, wie sollte ich es je zurück zahlen? Ginge doch gar nicht, selbst wenn es zinslos geliehen wäre.