Einführung von Bad Banks beschlossen Spanien krempelt seinen Bankensektor um

Stand: 11.05.2012 16:36 Uhr

Spanische Euro-Münze
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Während des Immobilienbooms hatten die spanischen Banken leichtsinnig Kredite vergeben - das rächt sich jetzt.

Die spanische Regierung will die Immobilienkrise mit massiven Eingriffen in den Bankensektor in den Griff bekommen. Die Regierung beschloss dazu eine tiefgreifende Reform der Branche.

Die Banken müssen demnach ihre faulen Papiere in Bad Banks auslagern. Diese sollen dann versuchen, einen Preis für die Wertpapiere zu finden und sie möglichst auch verkaufen. "Das wird Pflicht für alle Institute", sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Zudem müssen die Banken ihr Kapitalpolster um insgesamt 30 Milliarden Euro erhöhen.

Bald auch direkte staatliche Unterstützung für Banken?

Die Reform beinhalte zwar grundsätzlich nicht die direkte Bereitstellung staatlicher Mittel, erklärte die Regierung. Sie erwägt jedoch, den Banken Darlehen zur Verfügung zu stellen. Zudem soll der Banken-Restrukturierungsfonds den Banken finanziell notfalls unter die Arme greifen. Dennoch bringe die Reform keine zusätzlichen Kosten für den spanischen Steuerzahler und treibe das staatliche Defizit nicht noch weiter in die Höhe, betonte die Regierung.         

Die spanische Regierung hatte erst am Mittwoch die Kontrolle über das Geldhaus Bankia übernommen, das erst vor zwei Jahren auf staatlichen Druck aus der Fusion schwächelnder Sparkassen entstanden war.

Sanierungplan soll Solvenz der spanischen Banken wieder herstellen
tagesschau 17:00 Uhr, 11.05.2012, Stefan Schaaf, ARD Madrid

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