Spanische Flagge

Auswirkungen der Finanzkrise Spanien rutscht tiefer in die Rezession

Stand: 30.01.2013 11:17 Uhr

Die spanische Wirtschaft ist Ende des vergangenen Jahres weiter in die Rezession gerutscht. Im vierten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7 Prozent zum Vorquartal geschrumpft, teilte das nationale Statistik-Institut INE mit.

Dies ist der stärkste Rückgang der spanischen Wirtschaftsleistung seit Beginn der Rezession Mitte 2011. Seitdem ist das spanische BIP sechs Quartale in Folge geschrumpft. Im Jahresvergleich sank das BIP um 1,8 Prozent, wie die spanische Statistikbehörde weiter mitteilte.

Spanien kämpft noch immer mit den Auswirkungen einer Immobilienblase, die in der Finanzkrise platzte. Die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen bei 26 Prozent.

Regierung will Konjunktur ankurbeln

Ministerpräsident Mariano Rajoy kündigte ein Konjunkturpaket an. In Kürze werde es ein neues Bündel von Maßnahmen geben, mit dem die Wirtschaft angekurbelt werden soll, sagte Rajoy im Parlament. Dazu gehörten auch Hilfen für Unternehmer, fügte der Ministerpräsident hinzu. Die Regierung versucht andererseits, mit Sparprogrammen das Haushaltsdefizit zu senken.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy

Die Regierung geht nach eigenem Bekunden davon aus, dass die viertgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone noch in diesem Jahr wieder wächst. Experten halten diese Prognose für zu optimistisch.

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KOMMENTARE

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wiesengrund 30.01.2013 • 18:20 Uhr

@rex3, 14:49 - Selbstloses Engagement ?

Mitunter fragt man sich besorgt, was wohl jene (vermutlich lohnabhängigen) Kommentatoren antreibt, die für die "Flexibilisierung des Arbeitsmarktes" sich engagieren, ohne dabei an die üblen Auswirkungen zu denken, die diese "Arbeitsmarktreform" auf sie und ihresgleichen hat - etwa erhöhte Arbeitsbelastung, Lohnkürzung oder Arbeitslosigkeit.