Spanische Flagge

Fünf Millionen Spanier ohne Job Alle 20 Sekunden ein Arbeitsloser mehr

Stand: 04.02.2013 10:48 Uhr

Die tiefe Rezession in Spanien hat die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter verschärft. Im Januar seien 4,98 Millionen Menschen erwerbslos gewesen, teilte das Arbeitsministerium in Madrid mit. Das bedeutete einen Anstieg um 132.000 im Vergleich mit dem Dezember und den höchste Wert seit Einführung der aktuellen Zählmethode im Jahr 1996.

Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone. Die Regierung versucht, die hohe Verschuldung mit Sparprogrammen in den Griff zu bekommen. In der Folge sank die Wirtschaftsleistung des Landes zuletzt deutlich. Viele Spanier verloren im vergangenen Jahr ihre Jobs. EU-weit hat das Land gemeinsam mit Griechenland die höchste Arbeitslosenquote. Ende 2012 erreichte sie die Rekordmarke von 26 Prozent. Von den jungen Spaniern unter 25 Jahren hat sogar deutlich mehr als die Hälfte derzeit keinen Job.

Ministerpräsident Mariano Rajoy, der das Land mit einem Reform- und Sparkurs aus der Krise führen möchte, erntete bei den deutsch-spanischen Regierungskonsultationen Lob von Bundeskanzlerin Angela Merkel für seine Arbeit. Sie hob dabei die Zusammenarbeit beider Länder im Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien hervor.

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KOMMENTARE

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Grauer Wolf 04.02.2013 • 17:23 Uhr

Euro zum Scheitern verurteilt

@Firelake, Sie sprechen mir aus der Seele. Die Währung Euro war von vornherein zum Scheitern verurteilt, da die Lohn- und Steuerstandarts zu extrem auseinander liegen. Erschwerend kommt hinzu, das die Casinos weiterhin ohne Sinn und Verstand mit Geld vollgepumpt werden, um es an Goldman-Sachs weiterzuleiten, somit fehlt das Geld nicht nur für einen funktionierenden Staatsbetrieb sondern auch für notwendige Investitionen, die Arbeitslosigkeit steigt. Sie schreiben auch, das kleine Unternehmen gefördert werden müßen. Ich gehe da noch weiter: Großkonzerne mit undurchsichtigen ( steuerhinterziehenden ) Strukturen müßen zerschlagen werden. 1000 Unternehmen mit 20 Mitarbeitern sind wertvoller als eines mit 20.000. Auch Privatbanken müßen gnadenlos abgewicktelt werden. Gleichwohl darf der Staat nicht für Investmenteinlagen haften. Dann wird sich jeder 3 mal überlegen ob er ins Casino geht, oder in die Realwirtschaft investiert und sein Geld im Kreislauf hält.